Setzen die Zusammenarbeit fort: Gasag und Gisa.

Setzen die Zusammenarbeit fort: Gasag und Gisa.

Bild: © Gasag

Mit einem ganztägigen Warnstreik beim Berliner Gasnetzbetreiber Gasag hat die Gewerkschaft Verdi ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck verliehen. Rund 250 Beschäftigte hätten am Montag die Arbeit ruhen lassen, sagte Gewerkschaftssekretärin Ellen Naumann.

Betroffen seien mehrere Gasag-Tochterunternehmen, darunter die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, das Kompetenzzentrum Kritische Infrastruktur sowie der Berliner Erdgasspeicher. Verdi verhandele demnach für rund 800 bis 900 Beschäftigte.
 

Die Gasversorgung der Hauptstadt sei aufgrund des Warnstreiks nicht gefährdet gewesen, betonte Naumann. Mancher geplante neue Gasanschluss in dieser Woche könnte sich allerdings nun verzögern, hieß es.

Verdi fordert verbessertes Angebot der Gasag

Vor der siebten Verhandlungsrunde an diesem Dienstag fordert die Gewerkschaft ein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite. Verdi will eigenen Angaben vom Freitag zufolge unter anderem höhere Vergütungen von 7,5 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit durchsetzen. Auszubildende sollen 100 Euro pro Ausbildungsjahr mehr erhalten.

Aufgrund der aktuellen Alarmsituation auf dem Energiemarkt sei die künftige Kostenbelastung für das Unternehmen nicht absehbar, betonte die Arbeitgeberseite am Montag. Der Gewerkschaftsforderung könne in dieser Höhe nicht zugestimmt werden. Die Gasag-Gruppe habe mehrere Angebote auf den Verhandlungstisch gelegt, «welche vergleichbaren Tarifabschlüssen auf dem Markt entsprechen», etwa 3,7 Prozent mehr Lohn bei 15 Monaten Laufzeit. (dpa/hoe)

 

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