Mitarbeiter des Uniper-Steinkohlekraftwerks Maasvlakte. Die niederländische Regierung will bis 2029 aus der Kohleverstromung aussteigen.

Mitarbeiter des Uniper-Steinkohlekraftwerks Maasvlakte. Die niederländische Regierung will bis 2029 aus der Kohleverstromung aussteigen.

Bild: © Uniper

Im Tarifkonflikt beim Kraftwerksbetreiber Uniper haben die Gewerkschaften Verdi und IG BCE zu Warnstreiks aufgerufen. Die rund 5000 Beschäftigten des Konzerns sollen verteilt auf zwei Tage die Arbeit niederlegen. Am Dienstag sollen die Beschäftigten in der Uniper-Zentrale in Düsseldorf und die Auszubildenden streiken, am Mittwoch die Mitarbeiter der Uniper-Kraftwerke, wie beide Gewerkschaften am Montag mitteilten.

Verdi und die IG Bergbau, Chemie, Energie fordern, die Vergütungen um 6,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten anzuheben. Uniper habe bisher lediglich eine Erhöhung in zwei Stufen um 1,8 Prozent und 2,3 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten.

Folgen für Bahn und Industrieparks

Uniper gehört zu den größten deutschen Stromproduzenten und betreibt bundesweit Kohle-, Gas und Wasserkraftwerke. Laut IG BCE sind Einschränkungen der Energieversorgung für die Deutsche Bahn und mehrere Industrieparks nicht ausgeschlossen. Die Gewerkschaften streben aber eine Notdienstvereinbarung an.

Die Gewerkschaften bezeichneten das Angebot als "unzumutbar". Die Arbeitgeber provozierten damit das Scheitern der Verhandlungen. Wenn es in der dritten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag keine Einigung gebe, "sind unbefristete Streiks dann auch nicht mehr ausgeschlossen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Immo Schlepper. (dpa/hil)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper