Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Ein Konsortium aus Investoren stellt dem Dresdener Unternehmen Sunfire 109 Millionen Euro (125 Millionen US-Dollar) für die Industrialisierung seiner Elektrolyse-Technologien zur Verfügung. Neben den Lead-Investoren Lightrock und Planet First Partners engagieren sich auch Carbon Direct Capital Management und HydrogenOne Capital sowie bestehende Investoren.  

  

 „Noch nie hat ein Unternehmen, das sich mit grünem Wasserstoff befasst und nicht börsennotiert ist, so viele Investoren-Gelder eingesammelt“, kommentiert Sunfire-CEO Nils Aldag die Finanzierungsrunde in einer Pressemitteilung. Mit dem Geld sollen die beiden Elektrolyse-Technologien in den industriellen Maßstab überführt und die ersten Gigafactories errichtet werden. Zudem will das Unternehmen weiter wachsen und sein Team in allen Bereichen ausbauen.

Ausbau geplant

Bis 2023 wird Sunfire in Deutschland eine Produktionsstätte für alkalische Elektrolyseure mit einer Kapazität von 500 MW pro Jahr aufbauen. Ein weiterer Ausbau auf 1 GW pro Jahr ist bereits in Planung, heißt es.  

Gleichzeitig forciert das Unternehmen die Entwicklung seiner Hochtemperatur-Elektrolyseure (SOEC). Sunfires SOEC-Elektrolyseure können in nur einem Schritt ein Synthesegas erzeugen, das in Produkte wie Kerosin, Diesel oder Wachse umgewandelt werden kann – und damit fossile Ausgangsstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle ersetzt, so das Unternehmen. 

Wettbewerbsfähigkeit im Blick

Kevin Bone, Partner bei Lightrock, geht davon aus, dass die Sunfire-Technologien die Kosten für die Produktion von grünem Wasserstoff senken und dazu beitragen werden, eine wettbewerbsfähige Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu etablieren. Dies werde die Zahl der Branchen, die sich wirtschaftlich dekarbonisieren können, weiter erhöhen. „Die Ziele vieler Unternehmen und Regierungen, Klimaneutralität zu erreichen, können nicht ohne eine drastische Steigerung der Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff erreicht werden.“ (amo)

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