Die Donau bei Wien: extrem niedriger Wasserstand drückt bei Verbund aufs Ergebnis

Die Donau bei Wien: extrem niedriger Wasserstand drückt bei Verbund aufs Ergebnis

Bild: © Shutterstock

Der Wiener Stadtwerke-Konzern hat 2019 ein gutes Ergebnis erwirtschaftet: Der Umsatz liegt bei über 3 Milliarden Euro, rund 10 Prozent höher als 2018 mit 2,75 Milliarden Euro. Die Verbesserung kommt vor allem aus dem Energiebereich. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung zum Geschäftsbericht 2019 mit.

Das Coronavirus hatte in diesem Jahr aber auch für die Stadtwerke Wien negative Auswirkungen. Zum einen büßte der öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Wien bis zu 80 Prozent der Fahrgäste ein. Mittlerweile hat sich das zwar gebessert. Aber wie David Millmann, Pressesprecher des Unternehmens mitteilt: "Wir spüren weiterhin die fehlenden Fahrpreiseinnahmen".

Trotz Ungewissheit optimistisch

Zum anderen wirkten sich das Virus und die damit verbundenen Maßnahmen auch auf den Energiebereich aus. "Die Leute arbeiteten überwiegend im Homeoffice. Gewerbe und Industrie waren weitgehend stillgelegt. Da haben wir eine Delle im Energieverbrauch erlebt", so Millmann. Er zeigt sich aber optimistisch: "Aber wie das bei Dellen so ist, gehen sie auch wieder zurück"

Optimismus dürfte den Wiener Stadtwerken trotz der Coronakrise leichter fallen, als anderen Unternehmen. Denn nicht nur die Umsätze, auch der Jahresüberschuss stieg 2019 deutlich: um 44 Prozent auf 299,4 Millionen Euro. Trotz der Unsicherheit der Coronakrise hält das Unternehmen an seinen ambitionierten Investitionsplänen fest.

Wiener Stadtwerke wollen trotz Corona Milliarden investieren

"Wir investieren dem Virus zum Trotz antizyklisch", so Martin Krajcsir, Generaldirektor der Wiener Stadtwerke. Zwischen 2020 und 2024 will das Unternehmen insgesamt 3,4 Milliarden Euro in "unmittelbar klimarelevante" Bereiche investieren und Treibhausgase senken. Geplante Projekte sind etwa der Ausbau der U-Bahn und Photovoltaik-Flächen im Ausmaß von 600 Fußballfeldern.

Zuletzt waren die Wiener Stadtwerke aber wegen anderer Investitionen in die Schlagzeilen geraten. Das Unternehmen möchte 28,35 Prozent des niederösterreichischen Energieversorgers EVN vom deutschen Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) erwerben. Österreichische und deutsche Kartellbehörden müssen dem jedoch noch zustimmen.

Einstieg bei EVN eine "attraktive Anlagemöglichkeit" 

Oppositionsparteien hatten die Pläne kritisiert – unter anderem wegen des kolportierten Preises von 870 Mio. Euro. Das Unternehmen äußert sich nicht zu der Summe. In einer Pressemitteilung sagt Geschäftsführer Krajcsir dazu, dass der Einstieg bei der EVN "eine attraktive Anlagemöglichkeit durch ein Investment in das grundsolide Geschäft eines österreichischen Unternehmens" sei. (agr)

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