Windreich-Gründer Willi Balz vor Gericht

Windreich-Gründer Willi Balz vor Gericht

Bild: © Fabian Sommer/dpa

Im Prozess um die Windreich-Insolvenz hat Firmengründer Willi Balz alle Vorwürfe zurückgewiesen und erneut schwere Vorwürfe gegen die Ermittler erhoben. "Windreich wurde systematisch bekämpft - unfair, anonym, hintenrum", sagte Balz am Montag vor dem Landgericht Stuttgart. Mit anonymen Briefen an Politiker, Banken, Journalisten und Behörden hätten Unbekannte seine und die Reputation des Unternehmens "systematisch zerstört". Balz warf der Staatsanwaltschaft vor, sie habe voreingenommen ermittelt.

Der Windpark-Projektentwickler Windreich hatte 2013 Insolvenz angemeldet. Die Staatsanwaltschaft ist aber der Ansicht, dass die Unternehmensgruppe schon sehr viel früher zahlungsunfähig war und Balz das gewusst, aber trotzdem seine Geschäfte fortgeführt und damit enormen Schaden angerichtet hat. Sie hat den 59-Jährigen deshalb unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs angeklagt.

Balz wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Prozess hatte vergangene Woche mit dem Verlesen der Anklage begonnen. Am Montag trug Balz eine Stellungnahme vor, in der er sich insbesondere gegen den Vorwurf wehrte, Windreich sei "eine Luftnummer" gewesen. "Windreich war gut und solide unterwegs", sagte Balz. Vielmehr sei es die Durchsuchung der Staatsanwaltschaft im März 2013 gewesen, die letztlich zur Insolvenz geführt habe. Dadurch sei ein unterschriftsreifes 200-Millionen-Euro-Projekt geplatzt. (dpa/pm)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper