350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

350-450 Kilometer lang wäre die Wasserstoff-Pipeline von Esbjerg oder Holstebro in Dänemark nach Hamburg in Deutschland.

Bild: © Mike Benna/unsplash

Die BASF-Mehrheitsbeteiligung Wintershall Dea hat im zweiten Quartal dank kräftig gestiegener Öl- und Gaspreise operativ deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Zudem profitierte der Öl- und Gaskonzern von höheren Produktionsmengen und niedrigeren Investitionen. Im zweiten Quartal legte der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) auf 636 Millionen Euro zu. Das waren zwar 140 Prozent mehr als im Vorjahr, allerdings hatte die Corona-Pandemie mit den starken Einschränkungen im täglichen Leben das Unternehmen da besonders stark getroffen.

Unter dem Strich stand Gewinn von 52 Millionen Euro nach einem Verlust von 703 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte wies das Unternehmen einen Überschuss von 168 (Vorjahr: 87) Millionen Euro aus.

 

Erneute Auszahlung an die Gesellschafter

Der Umsatz betrug 1,5 Milliarden Euro nach 685 Millionen Euro im von der Corona-Krise geprägten Vorjahresquartal. Aufgrund der deutlich besseren Finanzlage schütteten die Kasseler für das zweite Quartal 100 Millionen Euro an die Gesellschafter BASF und Letter One aus. Letter One ist eine Beteiligungsgesellschaft, in der der russische Oligarch Michail Fridman seine Dea-Anteile gebündelt hat. Im ersten Quartal war bereits eine Zahlung von 500 Millionen Euro an die Anteilseigner gegangen.

Das Unternehmen teilte gestern außerdem mit, dass es seine Rechtsform von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in eine Aktiengesell­schaft (AG) umgewandelt hat und nun als Wintershall Dea AG firmiert. "Dies geschieht als ein weiterer, seit langem geplanter Schritt, den unsere Gesellschafter zum Zeitpunkt der Fusion vereinbart haben", heißt es in einer Pressemitteilung. (dpa/hoe)

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