Die Würburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH arbeitet längst nicht nur an einer eigenen Wallbox, ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich E-Mobilität ist der Ausbau des Ladesäulennetzes. Das Bild zeigt eine der Mobilstationen in der fränkischen Stadt, diese kombinieren künftig Bike- und Carsharingangebote mit E-Mobilität.

Die Würburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH arbeitet längst nicht nur an einer eigenen Wallbox, ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich E-Mobilität ist der Ausbau des Ladesäulennetzes. Das Bild zeigt eine der Mobilstationen in der fränkischen Stadt, diese kombinieren künftig Bike- und Carsharingangebote mit E-Mobilität.

Bild: © WVV

Vor allem die kleineren Unternehmen der Wohnungswirtschaft wollen sich im Markt profilieren und von der Konkurrenz absetzen. Deswegen bekommen Mieter hier eher Angebote für zusätzliche Dienstleistungen, wie eine Umfrage von BBH ergab. Die Unterstützung der E-Mobilität steht dabei mit 52 Prozent an erster Stelle, dann folgt mit 43 Prozent der Mieterstrom; ein Drittel der Vermieter möchte mit Energieeinsparmaßnahmen und Sharing-Diensten pnkten.

Beim Contracting liegt die Herausforderung dabei eindeutig in der Identifikation der optimalen Objektversorgung. Dabei werden die Vermietobjekte zunehmend in Gruppen zusammengefasst oder es werden Stadtquartiere zur Gänze betrachtet. Verträge für Wärmelieferungen haben bereits 60 Prozent der Unternehmen unterzeichnet. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei überwiegend mit regionalen Dienstleistern, die jeweiligen Stadtwerken haben dabei mit 56 Prozent den größten Marktanteil.

Liegenschaftsmodell muss reformiert werden

Vor allem der Mieterstrom ist weiterhin sehr begehrt: Trotz hoher Komplexität und moderater Wirtschaftlichkeit planen 71 Prozent der Unternehmen eine Ausweitung ihrer Mieterstrommodelle. Das ist umso bemerkenswerter, als sich durch die aktuellen regulatorischen Rahmen nur wenige Mieterstromprojekte wirtschaftlich umsetzen lassen. Dies liegt unter anderem an den noch immer relativ hohen Kosten für PV-Strom und der Gefahr des Verlustes der Gewerbesteuerprivilegien beim Eigenbetrieb der Anlage.

Im Bereich der Heizkostenabrechnung sind die Unternehmen eher unzufrieden mit ihren Dienstleistern, trotzdem wechseln nur wenige von ihnen. Über das Liegenschaftsmodell wird das ab 2021 unter bestimmten Voraussetzungen aber möglich. Die jeweiligen Stadtwerke können hierbei von den Synergien in der Belieferung und Abrechnung mehrerer Medien profitieren und somit der Wohnungswirtschaft ein günstigeres Angebot machen als aktuelle Marktführer wie Techem und Ista. Das Liegenschaftsmodell wird bislang als zu undurchsichtig bewertet, eine Umsetzung ist für betroffene Unternehmen zu kompliziert.

Gute Karten für Stadtwerke

Fehlende Anreize sieht Becker Büttner Held Consulting, die die Umfrage durchführte, auch als Grund, weshalb die Wohnungswirtschaft bisher eher in ihr Kerngeschäft statt in Energieeffizienz investiert. Auch wenn eingesparte Energiekosten direkt gewinnwirksam sind, ist es vielen Unternehmen wichtiger, die Kaltmiete durch Investitionen nicht unnötig zu erhöhen, um auf dem Markt weiterhin attraktiv zu bleiben. Neuer Förderrichtlinien müssten Anreize für die Wohnungswirtschaft zu generieren, damit die Klimaschutzziele erreicht werden können.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Unternehmen in der Wohnungswirtschaft grundsätzlich motiviert sind, sich für die Zukunft mit neuen Dienstleistungen und Erzeugungskonzepten strategisch zu positionieren. Die hohe Komplexität des regulatorischen Rahmens, wirtschaftliche Unsicherheit sowie mangelnde Ressourcen und Know-How stellen hierbei allerdings die größten Hemmnisse dar. Kooperationen mit Stadtwerken als direktem regionalen Ansprechpartner und Ausschreibungen zu bestimmten Dienstleistungen können hierbei eine vielversprechende Lösung darstellen. (sig)

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