Die baugleichen Anlagen Doel 1 und Doel 2 von 1975 leisten zusammen rund 880 MW.

Die baugleichen Anlagen Doel 1 und Doel 2 von 1975 leisten zusammen rund 880 MW.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Im belgischen Atomkraftwerk Doel hat es zahlreiche Coronafälle gegeben. Mindestens 26 Mitarbeiter seien mit dem Virus infiziert worden, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf den Energieerzeuger Engie Electrabel. Die positiv getesteten Personen seien unter Quarantäne. Das Unternehmen bemühe sich, ihre Kontakte zurückzuverfolgen. Die Beschäftigten würden nun in dem Maße, in dem das möglich sei, vom Homeoffice aus arbeiten.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten am Donnerstag 7481 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vorangegangenen zwei Wochen seien auf 100.000 Einwohner rund 494 Infektionen gemeldet worden.

Atommeiler seit längerem im Visier von Umweltschützern

Das Atomkraftwerk Doel liegt nordwestlich von Antwerpen nahe der niederländischen Grenze. Von der deutschen Grenze ist es gut 120 Kilometer entfernt. Die beiden baugleichen Reaktoren Doel 1 und Doel 2 leisten zusammen rund 880 Megawatt und gingen 1975 ans Netz. Wie auch das belgische AKW Tihange an der Maas gelten sie Umweltgruppen als «Risikokraftwerke». (dpa/hoe)

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