Axel von der Ohe wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Neben ihm die Enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva.

Axel von der Ohe wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Neben ihm die Enercity-Vorstandsvorsitzende Susanna Zapreva.

Bild: © Enercity AG

Das operative Ergebnis (EBIT) fällt mit 91,8 Mio. Euro zwar geringer aus als im ersten Halbjahr 2018, dies liege jedoch an außergewöhnlichen Sondereffekten im Vorjahr, teilte Enercity am Donnerstag anlässlich der Vorlage der Halbjahresbilanz in Hannover mit. Das Geschäftsjahr 2019 verläuft bislang plangemäß. In Summe erwartet das Unternehmen ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2018.

Strom- und Gasabsatz liegen im ersten Halbjahr 2019 signifikant über Vorjahresniveau. Der Stromnetzabsatz betrug 1715 GWh und liegt damit um 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gasnetzabsatz belief sich auf 4257 GWh (Vorjahr: 4476 GWh). Der witterungsabhängige Fernwärmeabsatz lag mit 688 GWh um 4,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Wassernetzabsatz sank im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 1,8 Prozent auf 22 Mio. m3.

Neue Partnerschaften

Enercity entschied sich zudem, die Weidmüller-Gruppe aus Detmold als Partner mit 25,1 Prozent in den Gesellschafterkreis von Wallbe aufzunehmen. Wallbe ist Komplettanbieter von E-Mobilitäts-Ladelösungen. Das Unternehmen fertigt Ladestationen für Elektrofahrzeuge, bietet Kunden cloudbasierte Betriebsservices und entwickelt intelligente Bezahl- und Abrechnungsfunktionen. Das Trio möchte damit Hard- und Softwareentwicklung, moderne Fertigungstechnologie, ökologische Energieversorgung und energienahe Dienstleistungen bündeln.

Mit der Biosolid GmbH hat das Unternehmen einen Akteur für die Lagerung, Trocknung und Aufbereitung von Klärschlamm übernommen. Zusätzlich plant Enercity, ab 2022 rund 130.000 Tonnen Klärschlamm in der neuen Anlage in Hannover-Lahe zu verbrennen und überschüssige Wärme ins Fernwärmenetz einzuspeisen.

Erneuerbare Energien rund 36,8 Prozent

Enercity baut die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter aus. Erneuerbare Energieträger, vor allem Biomasse und Wind, haben im ersten Halbjahr 2019 verstärkt zur Strom- und Wärmeerzeugung beigetragen. Die erneuerbare Stromerzeugung stieg um 26,6 Prozent auf 1181 GWh. Die erneuerbare Wärmeerzeugung legte um 27,0 Prozent auf 1152 GWh zu.

Bei der Stromerzeugung von 3212 GWh ergab sich für die Erzeugung aus erneuerbaren Energien ein Anteil von 36,8 Prozent (Vorjahr: 18,4 Prozent). Bei der dezentralen Wärmeerzeugung von insgesamt 1876 GWh (Vorjahr: 1916 GWh) beträgt der Anteil erneuerbarer Energien 29,9 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent).

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben am Donnerstag in ihrer turnusgemäßen Sitzung einen neuen Vorsitzenden gewählt: Axel von der Ohe (42). Er ist seit Mai 2018 Kämmerer und Stadtrat für Ordnung und Sicherheit der Landeshauptstadt Hannover. (ab)

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