Die Minderung der Folgen des Klimawandels, eine gewässerverträgliche Agrarpolitik oder die Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips, um Gewässer vor Spurenstoffen zu schützen: Der Handlungsbedarf für die Politik bei diesen Themen sei groß, stellt der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fest. Der Verband hat daher am Donnerstag seine „Wasserstrategie für Deutschland“ veröffentlicht. Zu acht Kernthemen werden in einer Broschüre aktuelle Problemstellungen für die Wasserwirtschaft erläutert und Forderungen aufgestellt.
„Wir erwarten von der nächsten Bundesregierung, dass sie sich verstärkt für den Gewässerschutz einsetzt und die Wasserwirtschaft darin unterstützt, die Folgen des Klimawandels abzufedern“, erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Unter anderem brauchen wir dringend eine vollumfängliche Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie und eine verursachergerechte Finanzierung der Abwasserentsorgung.“ Mit Blick auf die Herausforderungen, die sich durch den Klimawandel ergeben, wünscht sich der Verband mehr Unterstützung bei Anpassungen der Infrastruktur sowie interkommunaler Zusammenarbeit. Für den Fall von Nutzungskonflikten bei der Trinkwassernutzung müsse der öffentlichen Trinkwasserversorgung Vorrang eingeräumt werden.
Die Forderungen im Überblick:
- Vorsorgeprinzip und Verursacherprinzip umsetzen
- Strategie zur Minderung der Folgen des Klimawandels: Jetzt handeln!
- Stabiler Ordnungsrahmen weiterhin notwendig
- Agrarpolitik gewässerverträglich gestalten
- Kreislaufwirtschaft voranbringen
- Trinkwassernutzung im öffentlichen Raum ermöglichen
- Digitalisierung der Wasserwirtschaft voranbringen
- Europäische Umweltgesetzgebung nachhaltig gestalten
Im März hatte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die „Wasserstrategie 2050“ veröffentlicht.


