Glasfaserleitungen können deutlich mehr Informationen weiterleiten als Kupferkabel.

Glasfaserleitungen können deutlich mehr Informationen weiterleiten als Kupferkabel.

Bild: © alphaspirit/AdobeStock

"In Bayern ist beim Ausbau der digitalen Netze viel passiert, die Erfolge der Förderprogramme und des marktgetriebenen Ausbaus sind deutlich sichtbar", sagt Betram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW). Vor allem die ländlichen Räume werden ihm zufolge gut erreicht. Nun gelte es, ambitioniert weiterzumachen.

Die VBW-Studie zum Stand der digitalen Infrastruktur, die regelmäßig durchgeführt wird, zeigt: War man 2012 in Bayern bei schnellen Verbindungen noch spürbar unter deutschen Durchschnittswerten, schneidet man inzwischen im Ländervergleich sowohl beim Ausbaustand, als auch bei der Ausbaudynamik sehr gut ab.

Bei 50-Megabit-Anschlüssen auf Platz vier

Bei der Versorgung der Haushalte liege Bayern deutlich über dem bundesweiten Schnitt. Auch im gewerblichen Bereich gehe es vorwärts: "Beim Netzausbau im Gewerbe- und Mischgebieten mit Anschlüssen von 30 Megabit pro Sekunde belegt Bayern unter den Flächenländern gemeinsam mit Hessen Platz eins", so Brossardt. Bei 50-Megabit-Anschlüssen jedoch Platz vier.

Der nächste Schritt ist nun laut VBW die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser bis zu den Haushalten und Unternehmen. "Ende 2017 verfügten 10,6 Prozent der bayerischen Haushalte über einen Glasfaseranschluss. Im Ländervergleich belegen wir damit Platz drei nach Hamburg und Schleswig Holstein, das allerdings die ländlichen Regionen spürbar schlechter mit schnellem Internet erreicht", erklärt Brossardt.

1,6 Mrd. schweres Förderprogramm

Dem Staatssekretär im Bayerischen Finanzministerium Hans Riechhart zufolge werden bei aktuellen Projekten über 41 000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Das bayerische Förderprogramm unterstützt den Breitbandausbau mit 1,6 Mrd. Euro. "Insgesamt ist der Ausbau einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur in Bayern in vollem Gange, ist aber noch lange nicht abgeschlossen", kommentierte Brossardt. Die Studie gibt es auf der VBW-Website zum Herunterladen. (sg)

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