"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

Bild: © Inga Kjer/dpa

Wer in einem Funkloch sitzt, kann das künftig via App melden – logischerweise erst, wenn der Empfang wieder einigermaßen hergestellt ist. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ihre bestehende App zur Breitbandmessung um eine weitere Funktion ergänzt.

Reißt der Empfang mal wieder ab, können User über die Anwendung ihren genauen Standort angeben. Die App speichert die Information und überträgt sie, wenn das Smartphone wieder Internet hat, an den Mobilfunk-Anbieter. Ziel von BNetzA und BMVI ist es, eine detaillierte Karte über den Zustand der Netzabdeckung zu erstellen.

Erweiterung ab sofort verfügbar

Dafür brauchen die Gremien die Unterstützung der Nutzer: Nur wenn genügend Daten gesammelt werden, ergibt sich ein flächendeckendes und aussagekräftiges Bild. Dass das funktioniert, beweist die bereits etablierte Breitband-App. Ist das Programm aktiviert, misst es in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Internetverbindung besteht und ob sie durch 2G-, 3G-, oder 4G-Technologie gegeben ist. In der Opposition stoßen die Bemühungen des BMVI nicht gerade auf Begeisterung: Es brauche keine App für Bürger, die Funklöcher zählt, "sondern die Durchsetzung von wirksamen Auflagen, die Netzbetreiber zum Handeln zwingt", kritisierte die Expertin für digitale Infrastruktur der Grünen im Bundestag, Margit Stumpp, gegenüber "heise online". Das Funkloch-Update steht ab sofort in den gängigen App-Stores kostenlos zur Verfügung. (ls)

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