Glasfaser bringt nicht nur schnelles Internet in Deutschlands Städte und Gemeinden, sondern könnte auch der Geothermie zu einem Durchbruch verhelfen.

Glasfaser bringt nicht nur schnelles Internet in Deutschlands Städte und Gemeinden, sondern könnte auch der Geothermie zu einem Durchbruch verhelfen.

Bild: © Leungchopan/AdobeStock

Landkreise, Gemeinden, Stadtwerke sowie kommunale privatwirtschaftliche Kooperationen nehmen das Unternehmen Glasfaserausbau zunehmend selbst in die Hand. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Markteinschätzung des Beratungsunternehmens Sopra Steria Consulting.

Diese kommunalen Unternehmen und privaten Regionalpartnerschaften befeuern künftig den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt, heißt es weiter. Liefern sie schließlich nicht nur die Netzinfrastruktur, sondern bieten auch nach dem Open-Access-Prinzip anderen Unternehmen die Chance, diese zu nutzen.

Versorger profitieren von Kundennähe und Endkundenexpertise aus dem Energiegeschäft

Darüber hinaus sind ihre Websiten gefüllt mit eigenen digitalen Produkten für Privat- und Geschäftskunden in der Region. Allerdings bringe die Nähe der kommunalen Versorger zu den Haushalten, ihre Endkundenexpertise aus dem Energiegeschäft sowie Bündelprodukte die großen Telekommunikationsanbieter in Bedrängnis.

"Die Trennung von Netzinfrastruktur- und Serviceanbieter könnte aufgehoben werden. Damit würden die großen Telekommunikationsdienstleister ihren direkten Kundenkontakt und ihre Vormachtstellung bei den Netzen verlieren", warnt Karl-Heinz Kohne, Berater der Telekommunikationsbranche bei Sopra Steria Consulting.

Regionale Anbieter liegen im Trend

Die traditionellen Telekommunikationsanbieter würden inzwischen mit Kooperationen mit großen kommunalen Netzbetreibern in Großstädten sowie mit Zukäufen reagieren.

Wichtig sei, die Angebote stärker zu personalisieren und in alternative Geschäftsmodelle wie Unterhaltung zu investieren. Gleichzeitig komme es darauf an, Service und Effizienz zu verbessern, um im klassischen Telefon- und Internettarifgeschäft neuen Wettbewerbern preislich voraus zu sein, so Kohne.

Große Stadtwerke und Regionalversorger würden inzwischen an Markenbekanntheit gewinnen. Hinzu komme, dass regionale Marken bei Verbrauchern im Trend liegen. (sg)

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