Durch die Genehmigung können die Deutsche Glasfaser und die Inexio die Deutsche Glasfasergruppe gründen. Im Bild der Sitz der Deustchen Glasfaser.

Durch die Genehmigung können die Deutsche Glasfaser und die Inexio die Deutsche Glasfasergruppe gründen. Im Bild der Sitz der Deustchen Glasfaser.

Bild: © Deutsche Glasfaser

Die zuständigen Wettbewerbsbehörden haben den Erwerb von Deutsche Glasfaser durch die schwedische Investitionsgruppe EQT und den kanadischen Pensionsfonds Omers offiziell genehmigt. Zuvor kaufte die EQT den saarländischen Netzbetreiber Inexio. Beide Netzbetreiber werden zu einer Unternehmensgruppe zusammengeführt, die sofort ihre Arbeit aufnimmt.

Sie möchte den privatwirtschaftlichen Ausbau von FTTH-Glasfasernetzen ("Fiber To The Home" – Glasfaser bis ins Haus) in den kommenden Jahren massiv beschleunigen. Der Plan: Mehr als 6 Millionen Anschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und staatliche Einrichtungen, teilt die Deutsche Glasfaser mit. Die neue Unternehmensgruppe wird in den kommenden Jahren vorerst sieben Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investieren.

"Investoren haben verstanden..."

Der Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten (Vatm) und der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) begrüßen die erteilte Genehmigung und die neue Gruppe. "Besonders wichtig: Die Investoren haben verstanden, dass es ökonomisch sinnvoll ist, sich auf die un(ter)versorgten weißen und grauen Flecken in den ländlichen Bereich zu konzentrieren", sagte Vatm-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Also dort zu bauen, wo der Bedarf und die Nachfrage am größten seien.

Stephan Albers, Geschäftsführer des Breko, kritisiert im Zuge der Gründung wie teilweise gefördert wird: "Dort wo es nicht anders geht, brauchen wir eine ergänzende staatliche Förderung, allerdings nicht mit der 'Gießkanne', sondern punktgenau für die immer noch unterversorgten Gebiete." Damit solle im Rahmen der geringen Tiefbauressourcen, der Ausbau dort vorankommen, wo er gebraucht werde. "Es wäre auch vor dem Hintergrund deutlich verringerter Einnahmen der öffentlichen Hand nicht vermittelbar, wenn jetzt Gebiete staatlich gefördert würden, die schon über eine gute Breitbandversorgung verfügen", schließ Albers ab. Beide Verbände werben für die Idee einer Digitalisierungsprämie in Form von Vouchern für Bürger und Unternehmen. (gun)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper