Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel am Mittwoch.

Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel am Mittwoch.

Bild: © Dietmar Gust/Euroforum

Ist 5G die Lösung für alles? Obwohl Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, in dem neuen Kommunikationsstandard Vorteile sieht, merkt er auch kritisch an: "Wir haben nicht einmal 4G oder LTE in vielen Regionen. Für 5G benötigt es eine viel höhere Mastdichte." Zudem seien für Glasfaser bzw. 5G langfristig ausgerichtete Business Cases notwendig. Das "schnelle Geld" sei damit nicht zu machen.

Er fuhr auf dem Energie-Gifpel des Handelsblatts am Mittwoch fort: Es werde außerdem die 450 Mhz-Frequenz benötigt. Dadurch könne die Energiebranche an Daten kommen. Er betonte ebenso: "Die Daten nutzbar zu machen und zu managen, das benötigt viel Kraft, was von vielen unterschätzt wird."

Fusion der Kommunikation- und Energienetze

"Energienetze und Kommunikationsnetze werden künftig verschmelzen", ist sich Hannes Ametsreiter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, sicher. Insbesondere Kommunikationsnetze würden benötigt, um zu vernetzen und neue Möglichkeiten zu offenbaren. "Es braucht eine Infrastrukturallianz für die Energiewende", appelliert er in diesem Zusammenhang für eine Kooperation zwischen den beiden Branchen.

Außerdem kritisierte er: "Wenn Traditionalisten behaupten, es brauche den Gigabit nicht. Dann sage ich ihnen, 40 Prozent kaufen ihn schon." Vodafone plant 100 Prozent Ökostrom bis 2022 verwenden zu wollen. Dadurch würde sich der CO2-Austoß um 92 Prozent reduzieren. (gun)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper