Im März diesen Jahres hatten EWE und die Telekom das Gemeinschaftsunternehmen "Glasfaser Nordwest" gegründet und formal beim Bundeskartellamt angemeldet. Das neue Unternehmen soll in den nächsten Jahren bis zu 1,5 Mio. Haushalte und Unternehmensstandorte im Nordwesten Deutschlands mit schnellem Internet versorgen. Dieses Vorhaben wollen die Wettbewerbshüter jetzt genauer unter die Lupe nehmen. Dazu wurde Ende vergangener Woche ein förmliches Hauptprüfverfahren eingeleitet, heißt es auf der Homepage der Behörde. Diese umfassendere Prüfung wird bis zu drei weitere Monate in Anspruch nehmen.
Über "Glasfaser Nordwest" wollen EWE und die Telekom die Glasfaserinfrastruktur im Nordwesten Deutschlands gemeinsam planen und bauen und im Betrieb dann die Netze stärker auslasten. Das Ausbaugebiet umfasst Teile Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremens. Geplant sind Investitionen von bis zu zwei Mrd. Euro über einen Zeitraum von rund zehn Jahren. Technische Grundlage sind Glasfaseranbindungen bis ins Haus (Fibre to the Home/FTTH). (hoe)



