Unter dem Namen GLAS NOST – die Abkürzung steht für Glasfaserausbau Nordost – wird die kommunale Gesellschaft neu-medianet bis zum Sommer 2021 superschnelles Internet nach Burg Stargard, Cölpin, Groß Nemerow, Holldorf, Neuenkirchen, Neverin, Pragsdorf, Sponholz, Staven und Trollenhagen bringen. neu-medianet ist eine Tochter der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw). In dem neuen Projektgebiet werden insgesamt 124 Kilometer (km) unterirdische Rohrtrassen errichtet. Mit 285 km Glasfaser können dann bis zu 2.500 Haushalte und Unternehmen gigabitfähige Internetanschlüsse bekommen.
Dafür stellen Bund und Land 11,1 Mio. Euro aus dem bundesweiten Förderprogramm zum Ausbau von Breitbandinternet zur Verfügung. Der Landkreis ist als Koordinator für dieses und 17 weitere Projektgebiete in der Mecklenburgischen Seenplatte tätig. Die ersten Hausanschlüsse sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, unter anderem in Rossow und Hellfeld. Der Abschluss des Projektes ist für den Sommer 2021 vorgesehen, neu-medianet hat damit bereits zum zweiten Mal einen Zuschlag im Landkreis erhalten.
38.000 Telekommunikationskunden
Insgesamt versorgt neu.sw in Neubrandenburg und den Umlandgemeinden bereits rund 38.000 Haushalte mit Fernsehen, Internet und/ oder Telefon. Darunter sind mittlerweile auch Anschlüsse im Projektgebiet "MSE 22_10" zwischen Stavenhagen und Altentreptow, wo der Breitbandausbau durch die neu-medianet bereits vor einem Jahr begonnen hat. neu.sw bietet derzeit im Haushaltsbereich Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 300 Mbit/s an und im Gewerbekundenbereich bis zu 1 Gbit/s. Die Neubrandenburger Stadtwerke hatten erst im März für das Projekt "Digitalisierungslösung für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern" den VKU-Innovationspreis in der Kategorie "Breitband/Telekommunikation" erhalten.
Vertriebserfolg in Friedland
Auch im Vertrieb gibt es bei den neu.sw eine Erfolgsmeldung. Vom 1. Januar 2020 an versorgt das kommunale Unternehmen die Stadt Friedland mit Strom. Dazu gehören alle öffentlichen Einrichtungen, wie das Rathaus, die Schule, die Feuerwehr, das Freibad, der Bauhof, das Museum, aber auch die Straßenbeleuchtung. "Das Angebot der Stadtwerke ist überzeugend. Unser Freibad wird bereits seit 2017 zuverlässig versorgt. Wir werden eine gute Partnerschaft pflegen und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem regionalen Anbieter", erklärt Friedlands Bürgermeister Wilfried Block. Die neu.sw unterhalten seit über drei Jahren ein Kundenbüro in Friedland. Insgesamt beliefert der Kommunalversorger rund 40.000 Kunden in Neubrandenburg und dem Umland mit Strom. Auch das Amt Neverin und die Schulen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gehören unter anderem dazu. (hoe)



