Internetanrufe können immer dann einspringen, wenn ein Funkloch kurz bevorsteht.

Internetanrufe können immer dann einspringen, wenn ein Funkloch kurz bevorsteht.

© Gabi Schönemann/pixelio.de

WLAN-Telefonie ermöglicht Gespräche dort, wo das Mobilfunknetz schwach ist oder völlig versagt. Alles was es dafür braucht, ist eine stabile Internetverbindung auf LTE-Niveau, erklärt das Verbraucherportal Verivox. Eigentlich ist alles wie gewohnt: Nutzer von WLAN-Calls sind nach wie vor über ihre Handynummer zu erreichen und auch ein- und ausgehende Anrufe werden über die grüne oder rote Hörertaste angenommen oder beendet. Wer Vodafone oder Telefonica nutzt, kann den Dienst direkt in den Handy-Einstellungen aktivieren und nutzen. Telekom-Kunden müssen zusätzlich die kostenfreie Option „WLAN Call“ einstellen. 

LTE ist Voraussetzung für Netzwechsel

Der einzige Unterschied:  Das Telefonat wird per Internetverbindung vermittelt. Voraussetzung hierfür ist ein LTE-Standard. Ein laufender Online-Anruf wird beim Verlassen des WLAN-Netzes automatisch ins Mobilfunknetz übertragen und umgekehrt. Dieser Wechsel funktioniert jedoch nur, wenn die Datenverbindung stabil genug ist – UMTS- oder GSM-Verbindungen reichen nicht aus.

Sobald WLAN-Telefonie auf dem Smartphone eingerichtet ist, werden Telefonate bevorzugt über das Internet aufgebaut. Dafür genügt bereits eine geringe Bandbreite von 70 bis 80 Kilobit pro Sekunde – ein Bruchteil der üblichen DSL-Geschwindigkeiten.

Grenzen der Technik

Internet-Calls werden zu gleichen Kosten wie Gespräche über das Mobilfunknetz abgerechnet. Die Technologie hat allerdings auch ihre Grenzen: Notrufe sind über das WLAN nicht möglich, genauso wie die Verbindung über einen Router mit SIM-Karte. Außerdem kann die Qualität des Telefonats beeinträchtigt werden, sobald sich mehrere WLAN-Netze überlagern oder das WLAN während des Gesprächs wechselt. (ls)

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