"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

"Kein Netz" soll es in Deutschland künftig immer weniger heißen. Die Funkloch-App der BNetzA zeigt Ausbaubedarf an.

Bild: © Inga Kjer/dpa

Telefónica (o2), Deutsche Telekom und Vodafone möchten Lücken in ihren Mobilfunknetzen schließen. Um gegen die sogenannten "Grauen Flecken" vorzugehen, kooperieren die drei Anbieter künftig zusammen, wie das Bundeskartellamt mitteilt. Bereits im letzten Jahr hatten sich lediglich Deutsche Telekom und Vodafone ohne Einbeziehung von Telefónica über eine gleichartige Kooperation im Mobilfunk geeinigt.

Auch der Präsident des Bundesnetzagentur, Jochen Homann, begrüßt die künftig Zusammenarbeit und nimmt dazu Stellung: "Kooperationen der Betreiber können wesentlich zu einer besseren Mobilfunkversorgung in Deutschland beitragen."

Das umfasst die Vereinbarung

Die Unternehmen gewähren sich in vergleichsweise gering frequentierten Gebieten gegenseitig Zugang zu ihrem 4G-Netz, um kleinere Funklöcher in ansonsten durch die jeweiligen Betreiber bereits versorgten Gebieten gezielt zu schließen. In diesen Gebieten ist der eigene Netzausbau oftmals unwirtschaftlich.

Die Kooperationsform sieht keine direkte Beteiligung von Unternehmen vor, die derzeit noch über kein eigenes, flächendeckendes Netz verfügen. Alle Beteiligten haben gegenüber dem Bundeskartellamt aber versichert, dass eine Mitnutzung der betroffenen Standorte im Wege des nationalen Roamings durch die Kooperation nicht ausgeschlossen wäre. (gun)

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