Die Netzlast hat im ersten Halbjahr 2021 wieder zugenommen.

Die Netzlast hat im ersten Halbjahr 2021 wieder zugenommen.

Bild: © Jonathan Hanna/Unsplash

Mit der neu gegründeten „Eon TowerCo GmbH“ will der Eon-Konzern nach eigenen Angaben die Digitalisierung in Deutschland voran- und den Rollout des Mobilfunknetzes der Zukunft vorbereiten. Das neue Tochterunternehmen könne künftig bundesweit Strommasten so umrüsten, dass diese auch als Funkmast für das 4G/5G-Mobilfunknetz verwendet werden können, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eon verfügt deutschlandweit über mehr als 100.000 Hoch- und Mittelspannungsmasten, die zusätzlich als potenzielle Funkmasten in Frage kommen. Auch Dächer der konzerneigenen Immobilien sowie Grundstücke werden in den Planungsprozess einbezogen. An Standorten, an denen ein Umbau aus technischen Gründen nicht möglich sei, seien Neubauten von weiteren Funkmasten geplant.

Schnelle Beseitigung weißer Flecken

„Wir nutzen unsere vorhandene Infrastruktur für die Verbesserung des Mobilfunks in Deutschland, um „weiße Flecken“ bei der Netzabdeckung schnell und kostengünstig zu beseitigen“, sagt Bernd Böddeling, als Senior Vice President bei Eon für das deutsche Netzgeschäft verantwortlich.

Die Kombination bereits bestehender Strommasten mit Mobilfunkeinrichtungen sei zudem nachhaltiger als ein Neubau. Eine stabile Mobilfunkversorgung sei außerdem ein wichtiger Faktor der Wertschöpfung vor allem in ländlichen Regionen.

Der Umbau vorhandener Strommasten bringe klare Vorteile, heißt es weiter. Der Bau- und Genehmigungsprozess neuer Funkmasten könne Monate in Anspruch nehmen. Im Gegensatz dazu sei für die Nutzung bereits vorhandener Strommasten keine Genehmigung notwendig. Nachdem E.ON die entsprechenden Umbauten vorgenommen hat, erreicht die Digitalisierung auch abgelegene Gebiete deutlich schneller.

Inbetriebnahme erster Projekte im nächsten Jahr geplant

Aktuell bereitet „Eon TowerCo GmbH“ mehrere Pilotprojekte vor. Diese sind auch in der Nähe von Autobahnen und Bahnstrecken vorgesehen, um die Mobilfunkabdeckung von Verkehrswegen zu verbessern. Derzeit laufen dafür Verhandlungen und Vertragsabschlüsse mit mehreren Mobilfunknetzbetreibern. Die Inbetriebnahme der ersten Projekte ist für 2022 geplant. Geschäftsführer des neuen Tochterunternehmens sind Carsten Lagemann und Stephan Drescher. (hoe)

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