In Böblingen und Sindelfingen macht man sich schon daran, die von der EU beschlossene neue Fassung der Energieeffizienz-Richtlinie aus dem vergangenen Jahr umzusetzen. Die Stadtwerke beider Kommunen wollen in den kommenden Monaten ein LoRaWAN-Netz aufbauen, um Wasser und Wärme digital aus der Ferne ablesen zu können.
Die Stadtwerke Böblingen installieren ab Herbst mehrere Gateways an vier exponierten Standorten, darunter die Kamine ihrer Heizwerke, ein Wasserhochbehälter und ein Verwaltungsgebäude in der Stadt. Zwei bis fünf Kilometer Reichweite schafft das Funknetz, im ländlichen Raum sogar 15 Kilometer.
Unkomplizierter Tausch dank Eichgesetz
Damit die Kommunikation mit den Zählern beim Kunden funktioniert, müssen die Messgeräte vor Ort mit Sensorik ausgestattet werden. Die ersten werden schon diesen Herbst in das Funknetz eingebunden. Prinzipiell müssen rund 2000 Fernwärme- und 8000 Wasserzähler ausgetauscht beziehungsweise nachgerüstet werden. Da das Eichgesetz aber ohnehin einen turnusmäßigen Austausch der Messgeräte alle fünf bzw. sechs Jahre vorschreibt, wartet der Versorger diesen Zeitpunkt beim Kunden ab. (ls)



