Nachdem die Fusionen und Übernahmen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau waren, sind sie nun rapide abgefallen.

Nachdem die Fusionen und Übernahmen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau waren, sind sie nun rapide abgefallen.

Bild: © ADSF/AdobeStock

VX Fiber kauft das Glasfasernetz der Stadtwerke Wolfenbüttel, nachdem gemeinsam die Ausbaupläne der Stadt ausgewertet wurden. Dadurch soll das Projekt des kompletten Glasfaserausbaus in Wolfenbüttel neue Fahrt aufnehmen. Ziel sei laut der Mitteilung der schwedischen VX Fiber die kompletter Erschließung der Stadt, wodurch sich die Stadtwerke wieder auf ihr Kerngeschäft – Strom, Gas, Wasser und Wärme – konzentrieren könnten. Das schwedische Technologieunternehmen erhofft sich von der Übernahme eine Beschleunigung des Glasfaserausbaus in der gesamten Stadt und weniger Aufwand bei Endkundeninstallationen.

Nach einer eingehenden Verhandlungsphase, in der das bestehende Glasfasernetz dokumentiert und die Infrastruktur analysiert wurde, sind das schwedische Unternehmen und die Stadtwerke mit ihren Gesellschaftern Avacon AG und der Stadt Wolfenbüttel zu einer Einigung gekommen. Die Stadtwerke hatten bereits seit 2014 bei allen Baumaßnahmen Leitungen für Glasfasertechnologie mit verlegt. Nun kann VX Fiber die Arbeit fortsetzen. Denn da bereits Leerrohre in diversen Netzabschnitten verlegt wurden und zahlreiche Hausanschlüsse ebenfalls schon verbaut worden sind, spart das Unternehmen bei Genehmigungsprozessen und Installations­arbeiten bei vielen Endkunden. Zudem werden Bestandskunden weiterversorgt.

4.800 Glasfaseranschlüsse und Verteilerstationen werden übernommen

VX Fiber übernimmt mit dem Netz auch einen Point-of-Presence (PoP/Verteilstation) und etwa 4.800 Glasfaser­anschlüsse. Bereits zu Beginn der Kooperation des schwedischen Glasfaserexperten mit Stadt und Stadtwerken war ein möglicher Kauf des bestehenden Netzes Gesprächsthema. Die Verhandlungspartner waren sich jedoch einig, zunächst einmal den Verlauf der Vorver­marktungsphase des Schwesterunternehmens LilaConnect abzuwarten.

Jan Backman, Country Manager von VX Fiber, erklärt: „Eine Übernahme des Bestandsnetzes ist für uns nur sinnvoll, wenn dieses auch entspre­chend von uns erweitert und die ganze Stadt vernetzt werden kann. Dass die Wolfenbütteler das auch möchten, haben die zahlreichen abgeschlossenen Verträge für Glasfaser in der Vorvermarktungsphase durch unser Schwesterunternehmen LilaConnect gezeigt.“(gun)

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