Die Stadtwerke Münster und die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) haben eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Damit soll die Mobilfunkinfrastruktur im Stadtgebiet Münster schneller vorangetrieben werden, teilen die Stadtwerke mit. Dazu stellen die Stadtwerke der Deutschen Funkturm ihre Liegenschaften sowie die bereits vorhandene städtische Infrastruktur wie Laternenmasten oder digitale Bushalteanzeigen als potenzielle Standorte für den Netzausbau zur Verfügung.
In Deutschland dauert es etwa zwei Jahre, bis ein neuer Mobilfunkmast in Betrieb geht. Ein Teil dieser Zeit entfällt auf die Suche nach einem geeigneten Standort. In Münster wird dies nun anders, da die Stadtwerke ihre Liegenschaften inklusive genauer Geodaten für den Ausbau zur Verfügung stellen. Dadurch kann die Deutsche Funkturm schneller passende Flächen für Dachstandorte oder freistehende Masten finden.
Smart Cells im Einsatz
Außerdem kann das Unternehmen die Infrastrukturen der Münsteraner Stadtwerke wie Laternenmasten oder digitale Bushalteanzeigen für kleine Funkzellen, sogenannte Small Cells, nutzen. Diese kleinen Funkzellen steigern die Kapazitäten für 5G und sorgen vor allem an Orten mit hohem Verkehrsaufkommen für guten Empfang. Bereits im April 2018 installierte die Deutsche Funkturm anlässlich des Katholikentags knapp 30 Small Cells an Häuserfassaden, die seither für eine zuverlässige Mobilfunkversorgung in der Münsteraner Innenstadt sorgen.
Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer Stadtwerke Münster, sagt zur neuen Kooperation: "Schnelles Internet über Mobilfunk unterwegs und über unser Glasfaser-Netz zuhause ist heute wichtig. Mit Anwendungen wie dem autonomen Fahren gewinnt es morgen und übermorgen aber sogar noch an Bedeutung. Kooperationen werden zur DNA der Stadtwerke gehören, um Münster voranzubringen. Ob das wie hier wie mit der Deutschen Funkturm bei Digitalisierung und Mobilfunk-Ausbau ist oder bei ganz anderen Themen, sind wir immer offen, neue Partner zu gewinnen." (gun)


