Das Fazit des Breko zur Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode fällt zufriedenstellend aus, aber es gibt auch Kritikpunkte.

Das Fazit des Breko zur Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode fällt zufriedenstellend aus, aber es gibt auch Kritikpunkte.

Bild: © Shutter81/AdobeStock

"Wir öffnen unsere Breitbandnetze für die Deutsche Telekom und weitere Provider; zunächst unser DSL-Vectoring-Netz", erklärt Matthias Tramp, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel. Der Aufsichtsrat hat hierfür den Weg freigemacht. Haushalte können dann bald wählen, von welchem Anbieter sie Telekommunikationsprodukte beziehen – ein sogenanntes Open-Access-Modell.

Der Magenta-Riese wird seine Dienste in Wolfenbüttel ab November 2019 in den Gebieten anbieten, in denen das sogenannte DSL-Vectoring-Netz der Stadtwerke Wolfenbüttel liegt: Das sind die Kernstadt und die Ortsteile Linden und Groß-Stöckheim.

Betreiberwechsel eingeleitet

Mit der Öffnung des Netzes wechselt auch der Betreiber. WFCITY.net stellt seine Leistungen in diesen DSL-Vectoring-Netzen ein, aber das schnelle Internet bleibt erhalten. Die Kunden können zukünftig von der Telekom schnelles Internet, Telefonie und TV beziehen. Inga Lassen, Teamleiterin im Endkundenvertrieb bei WFCITY.net, betont: "Wir danken unseren Kunden im DSL-Vectoring-Netz für das entgegengebrachte Vertrauen und lassen sie nicht im Regen stehen."

Die Telekom unterbreitet entsprechende Kundenwechsel-Angebote. Die Kunden von WFCITY.net werden darüber direkt schriftlich informiert. Zudem wird sie noch im September, unter anderem auf einer speziellen Internetseite, ausführlich über ihre Wolfenbütteler Produkte und Angebote informieren.

Reines Glasfasernetz im Fokus

Angesicht des rasant steigenden Bandbreitenbedarfs will WFCITY.net sich künftig aus strategischen Gründen ganz auf reine Glasfasernetze konzentrieren. Explizit auf solche, in denen das Glasfaserkabel in die Gebäude hineingeht wie in den Neubaugebieten Wolfenbüttels. "Die dortigen Fiber-to-the-Home(FTTH)-Anschlüsse werden wir weiter bedienen", betont Lassen.  

Die Breitbandnetze der Stadtwerke Wolfenbüttel funktionieren äußerst stabil und störungsfrei. Während in den Neubaugebieten mit reinen Glasfasernetzen das Interesse an dem turboschnellen Internet sehr hoch ist, ist die Resonanz in den Gebieten mit DSL-Vectoring-Netz noch verhalten. Dort erwarten die Stadtwerke Wolfenbüttel durch die Öffnung des Netzes und den Einstieg der Telekom ein höheres Kundeninteresse.

Wirtschaftliche Attraktivität

Der große Schritt in die Zukunft der Telekommunikationswelt ist für die Stadtwerke Wolfenbüttel auch wirtschaftlich attraktiv: "Die Anschlussdichte insbesondere in unserem Vectoring-Netz dürfte sich durch den Einstieg der Telekom erhöhen. Wir versprechen uns dadurch höhere Erlöse aus der Netznutzung", informiert Vera Steiner, Kaufmännische Geschäftsführerin. So würden schneller schwarze Zahlen geschrieben. Der Bau von Breitbandnetzen bedeute eine immense Investition, sei jedoch für die Wirtschaftskraft und Lebensqualität der Region von hoher Bedeutung. "Dafür sehen wir uns als Stadtwerke Wolfenbüttel mitverantwortlich", schließt sie ab. (ab)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper