Der 800-kWp-Freiflächen-Solarpark in Kirchweidach

Der 800-kWp-Freiflächen-Solarpark in Kirchweidach

Bild: © Energy2market GmbH

Viele Erneuerbaren-Projekte scheitern noch immer an fehlenden Netzkapazitäten. Die IT-Unternehmensgruppe Fox Group hat sich nun für eine neue Solar-Anlage in Kirchweidach (Bayern) etwas einfallen lassen: Die dortige PV-Speicher-Kombination ist so optimiert, dass der PV-Strom bedarfsgerecht und netzdienlich eingespeist werden kann, wie der verantwortliche Direktvermarkter Energy2market (e2m) mitteilt.

Der Freiflächen-Solarpark hat eine Spitzenleistung von 800 kWp, das örtliche Stromnetz erlaubt jedoch nur eine Einspeisung von 400 kW. Für die optimale Stromabgabe sorgen nun senkrechte Module in Kombination mit einem Speicher von 1,2 MWh Kapazität.

"Durch die vertikal aufgestellten Module wird der PV-Strom gar nicht erst zu den Spitzenzeiten unter Mittag produziert, sondern am Vor- und Nachmittag", wird Franz Obermayer Junior, Projektverantwortlicher bei der FOX-Group, in der Pressemitteilung zitiert. "Der Speicher optimiert die Einspeisung dann noch einmal und der der PV-Strom wird zuverlässig eingespeist, wenn er benötigt wird."

Mit Markt abstimmen

Der Leipziger Flexibilitätsvermarkter e2m, Tochter des französischen Energiekonzerns EDF, hat die Anlage dazu in das eigene virtuelle Kraftwerk der e2m integriert. So werden die PV-Erzeugung und der Ladezustand des Speichers genau überwacht, mit den Marktsignalen abgestimmt und über Fahrpläne gesteuert, heißt es.

In die Berechnungen fließen demnach Live-Daten der Anlagenkombination ebenso ein wie aktuelle Wetterdaten und Marktsignale. Der Strom aus dem Speicher werde dann bei optimaleren Marktbedingungen in das Netz eingespeist.

"Dieses Projekt zeigt, wie wertvoll Speicher für den Strommarkt der Zukunft sind. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert nicht allein mehr Netzkapazität, sondern auch innovative Lösungen, die den Strom flexibel und zuverlässig steuerbar machen, damit er bedarfsgerecht und netzdienlich zum Einsatz kommt", wird Sabine Mägdefrau, Produktmanagerin bei e2m, zitiert. "Der Bedarf an solchen Co-Locations wird in Zukunft steigen." (jk)

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