Schwierige Überzeugungsarbeit vor Ort: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf "Netzausbaureise"

Schwierige Überzeugungsarbeit vor Ort: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf "Netzausbaureise"

Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht die Stromversorgung in Deutschland im Zuge der Energiewende als sicher an. "Die Energienachfrage in Deutschland ist jederzeit gedeckt, sodass ein hohes Maß an Versorgungssicherheit gewährleistet ist", heißt es im von Altmaier vorgelegten zweiten Fortschrittsbericht zur Energiewende, den das Bundeskabinett am Donnerstag beschloss. Auch im internationalen Vergleich gehöre Deutschland mit einer konstant sehr hohen Versorgungsqualität zur Spitzengruppe.

Für ein Gelingen der Energiewende – also der Umstellung auf erneuerbare Energien etwa aus Wind und Sonne – müsse aber der Ausbau der Stromnetze beschleunigt werden, heißt es im Bericht. "Der beschlossene Netzausbau muss zügig umgesetzt werden."

"Ein gutes Stück des Weges liegt noch vor uns"

Der an Nord- und Ostsee erzeugte Windstrom muss in den Süden fließen. Deutschland steigt bis Ende 2022 aus der Atomkraft aus und will die klimaschädliche Kohleverstromung bis 2038 beenden. Der Ausbau der Netze kommt derzeit nicht schnell genug voran, auch weil es vor Ort viele Proteste gegen neue Leitungen und Maste gibt.

"Der Fortschrittsbericht zeigt: Wir haben bereits einiges erreicht, ein gutes Stück des Weges liegt aber auch noch vor uns", sagte Altmaier. "Eines ist gerade für mich als Wirtschaftsminister klar: Geschäftsmodelle werden in Zukunft nur noch dann erfolgreich sein, wenn sie die Energiewende und den Klimaschutz mitdenken." Dies sei eine Herausforderung, aber auch eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Deutschland liege beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf Zielkurs. "Jetzt geht es darum, die Energiewende weiter sicher, bezahlbar und umweltverträglich voran zu bringen." (dpa/bh)

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