Veolia muss das Altholz-Kraftwerk in Bayern schließen. Unter anderem nach einem größeren Schaden ist der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich.

Veolia muss das Altholz-Kraftwerk in Bayern schließen. Unter anderem nach einem größeren Schaden ist der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich.

Bild: © Veolia

Der Umweltdienstleister hat 2018 das Biomassekraftwerk im bayerischen Großaitingen übernommen und seither umfassend saniert. Nun steht die Anlage vor dem Aus, 15 Mitarbeitende sind von der Schließung betroffen. Grund für das Ende sind unter anderem die jüngsten und geplanten Entschlüsse der Bundesregierung zum Einsatz von Bioenergie.

So habe die geplante nationale Biomassestrategie (NABIS) zur Folge, dass ein Teil des Altholzes künftig nicht mehr als Brennstoff für das Kraftwerk zur Verfügung stehen werde, heißt es von Veolia. Am Standort wurden jährlich etwa 40.000 Tonnen Altholz energetisch verwertet. Darüber hinaus sieht die Kraftwerksstrategie keine Grundlastkraftwerke mehr vor. Die Residuallast müsse in Zukunft von Speichern und insbesondere wasserstofffähigen Gaskraftwerken gedeckt werden. Diese Veränderung hätte eine Anpassung der Energieerzeugung und eine Überprüfung der Nachhaltigkeit des Kraftwerksstandorts erfordert, so der Umweltdienstleister weiter.

Technische Probleme führten zu langer Stillstandzeit

Doch die politischen Rahmenbedingungen sind nicht die einzigen Gründe für die Werksschließung. Während der Turbinenrevision vor etwa zwei Jahren wurd ein Schaden festgestellt, der zu einer längeren Stillstandzeit des Standorts geführt hat.

Seither lasse die Substanz der installierten Aggregate einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb mit den zugesicherten Lastwerten bei der Stromproduktion nicht zu, erklärt Veolia. Weitere Herausforderungen seien die begrenzte Lagerfläche und die fehlende eigene Brennstoffaufbereitung gewesen. (lm)

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