BASF-CEO Martin Brudermüller und Vattenfall-Chefin Anna Borg während der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding in Ludwigshafen.

BASF-CEO Martin Brudermüller und Vattenfall-Chefin Anna Borg während der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding in Ludwigshafen.

Bild: © Vattenfall

Der Chemieriese BASF sichert sich wohl grünen Strom aus der Nordsee. Das Unternehmen befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall für dessen Windparkprojekte Nordlicht 1 und 2, teilten die Unternehmen am Dienstag mit.

Die vereinbarte Partnerschaft sieht vor, dass BASF 49 Prozent der Projektanteile von Vattenfall kauft. Der Dax-Konzern will mit knapp der Hälfte des dort erzeugten Stroms insbesondere seinen Standort in Ludwigshafen versorgen. BASF beteiligt sich zum zweiten Mal an einem Windparkprojekt von Vattenfall auf See. Im Jahr 2021 erwarb der Chemiekonzern einen Anteil an dem kürzlich eingeweihten Windpark Hollandse Kust Zuid in den Niederlanden, dem derzeit größten Offshore-Windpark der Welt.

Baubeginn 2026

Die Windparkprojekte Nordlicht 1 und 2 befinden sich 85 Kilometer nördlich von Borkum. Die geplante Gesamtkapazität beläuft sich auf 1,6 Gigawatt (GW). Die jährliche Stromproduktion wird mit 6 Terawattstunden (entspricht 1,6 Mrd. kWh) angegeben. Der Baubeginn wird 2026 erwartet, sodass die Windparks 2028 in Betrieb gehen sollen.

"Für unsere Transformation hin zu Net Zero Emissionen benötigen wir große Mengen an erneuerbarem Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen", sagt Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF.

Ludwigshafen ist der weltweit größte Produktionsstandort von BASF. "Mit dem Strom aus Nordlicht 1 und 2 können wir unsere Transformation vorantreiben und unsere CO2-Emissionen weiter reduzieren", so der Manager. (jk mit dpa)

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