Wer 2026 neue Großbatteriespeicher plant, darf sich über bessere Rahmenbedingungen freuen. (Symbolbild)

Wer 2026 neue Großbatteriespeicher plant, darf sich über bessere Rahmenbedingungen freuen. (Symbolbild)

Bild: © phonlaimaiphoto/AdobeStock

Der Projektierer und Energiehändler Baywa re aus München hat einen 3-MW-Batteriespeicher als erstes Projekt aus der Innovationsausschreibung beim Übertragungsnetzbetreiber Transnet präqualifiziert. Das Konzept für die Speichervermarktung habe bei der Präqualifikation gezeigt, dass die hybride Anlagenkombination technisch geeignet sei, Leistung an den Regelenergiemärkten zu erbringen, teilt Baywa mit.

Die Erneuerbaren-Tochter des Mischkonzerns Baywa hat den Solarpark 2022 mit einer Leistung von 7,3 MWp in Betrieb genommen. Die Anlagenkombination ist eine der ersten dieser Art in Baden-Württemberg heißt es. Baywa re betreibt den Solarpark seitdem als unabhängiger Stromerzeuger (Independent Power Producer, IPP).

Beitrag zur Netzstabilität

Sowohl der Solarpark als auch das Batteriespeichersystem (Battery Energy Storage Systems, BESS) sind demnach an das virtuelle Kraftwerk angebunden. Das Handelsteam des Unternehmens bewirtschaftet die Anlagen.

Die bedarfsorientierte Vermarktung des Speichers an den Kurzfristmärkten habe bereits in den ersten Monaten erheblich zur Netzstabilität beigetragen, heißt es weiter.

"Neben dem Beitrag zur Netzstabilität leistet die flexible Vermarktung einen erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert, welcher wiederum den Bau Erneuerbarer-Energien-Projekte fördert", sagt Alexander Rothenanger, Global Director IPP bei Baywa re.

Beschränkte Kapazität

Im Gegensatz zur Bereitstellung von Regelenergie aus steuerbaren Kraftwerken unterliegt die Vermarktung von Hybridprojekten mit BESS zusätzlichen Restriktionen, die beim Vermarktungskonzept beachtet werden müssen, teilt Baywa re weiterhin mit. Neben der Prognoseunsicherheit der Produktion seien der eingeschränkte Zeitbereich der Produktion aufgrund von Tages- und Jahreszeit sowie die Kapazität des Speichers limitierende Faktoren.

Innovationsprojekte unterliegen darüber hinaus der besonderen Anforderung, keinen Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen zu dürfen, heißt es weiter. Trotz dieser Herausforderungen soll das Hybridprojekt künftig als Teil des Anlagenpools im virtuellen Kraftwerk des Erneuerbaren-Unternehmens Sekundärregelleistung bereitstellen. (jk)

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