Bild: © H. D. Volz/pixelio.de

Mit der Energiewende verändern sich die traditionellen Geschäftsmodelle der Energieversorger. Knapp 180 deutsche Energieversorger bieten den Kunden mittlerweile Photovoltaikanlagen, zumeist in Kombination mit Stromspeichern, an. Eine neue Untersuchung des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research zeigt, wie es mit der entsprechenden Beratung aussieht.

Im Rahmen der aktuellen Analyse wurde eine konkrete Anfrage zu einer bestehenden Photovoltaikanlage, die mit einem Speicher nachgerüstet werden soll, an die Energieversorger gerichtet. Wesentlicher Beratungsbedarf bestand dabei hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit eines Stromspeichers. Bemerkenswert ist, dass über die Hälfte der angeschriebenen Energieversorgungsunternehmen innerhalb einer Woche reagierte. Die durchschnittliche Antwortzeit lag bei knapp vier Tagen.

Bei der Qualität muss nachgebessert werden

Bei der Antwortqualität lassen sich deutliche qualitative Unterschiede erkennen. Nur rund ein Viertel der Energieversorger antwortete detailliert und vor allem richtig, also "sehr gut". 23 Prozent gingen dagegen nicht hinreichend auf die Fragestellungen ein, sechs Prozent gaben sogar falsche oder pauschalisierte Antworten ("Ein Speicher lohnt sich nie"). Etwa ein Drittel der angeschriebenen Energieversorgungsunternehmen ließ die Beantwortung mit der immerhin akzeptablen Begründung offen, dass eine solide, am individuellen Kundenbedarf ausgerichtete Beratung näherer Informationen bedürfe.

Kein signifikanter Unterschied in der Qualität der Auskünfte bestand im Hinblick auf die Unternehmensgröße. Bei großen, mittelgroßen sowie kleinen Energieversorgern antworteten zwischen 20 und 28 Prozent richtig und detailliert. Gordon Clements, Global Head bei der VARTA Storage GmbH, kann die Analyseergebnisse nur als Ansporn sehen: "Die Herausforderung für uns als Speicherhersteller besteht nun darin, die Energieversorger weiter zu unterstützen, um die Energiewende weiter voranzutreiben."

Im Mai kommt der Energiewende-Award

Die Untersuchung der Servicequalität ist Teil der jährlichen Analyse der Angebotsportfolios von Energieversorgern. Im diesem Rahmen werden knapp 1700 Energieversorger in der DACH-Region im Detail durchleuchtet. Die Energieversorger, die im Kontext der Energiewende bereits herausragendes Engagement zeigen, werden nach Abschluss der Analyse im Mai 2019 mit dem Energiewende-Award ausgezeichnet. Initiatoren des Projektes sind das DCTI Deutsches CleanTech Institut, The smarter E Europe und EuPD Research. (sig)

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