In vielen Häusern ist noch ein herkömmlicher elektromechanischer Ferraris-Stromverbrauchszähler für Wechselspannung in Niederspannungsnetzen eingebaut.

In vielen Häusern ist noch ein herkömmlicher elektromechanischer Ferraris-Stromverbrauchszähler für Wechselspannung in Niederspannungsnetzen eingebaut.

Bild: © Andreas Morlok/pixelio.de

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben bereits mehrere Energiekunden durch die neue Variante einer bekannten Betrugsmasche verloren. Diese funktioniert folgendermaßen, wie der Kommunalversorger am Donnerstag darstellte:

  • Die Betrüger schickten zwei arabisch aussehende Männer zu Wuppertaler Mehrfamilienhaushalten.
  • Diese verschafften sich mit dem Argument, die Zählerstände kontrollieren zu müssen, Zugang zum Keller.
  • Sie notierten sich alle ausländisch klingenden Namen und die dazugehörigen Zählernummern.
  • Danach wurden diese Haushalte auf einen anderen Energievertrieb umgemeldet. Welcher es war, steht nicht in der Pressemitteilung. Die WSW Energie & Wasser wissen es schlicht nicht, wegen der Entflechtungsvorschriften zwischen Netz und Vertrieb. Eine ZfK-Anfrage beim Netz- und Messstellenbetreiber WSW Netz läuft.

So beugen Kunden der Betrugsmasche vor

Die WSW nutzen das Vorkommnis zu Warnungen an die Bürger:

  • Verbrauchszähler nicht mit Namen kennzeichnen. Die Kombination mit der Zählernummer ermöglicht mühelos solche (und andere) Manipulationen, ohne das ausdrückliche Ja des Kunden belegen zu müssen. (Im Übrigen sind solche Kennzeichnungen ohnehin datenschutzwidrig.)
  • Unbekannte nicht einfach so an Strom- und Gaszähler lassen.
  • Sich den Ableserausweis zeigen lassen. Ableser des Messstellenbetreibers können sich immer ausweisen. Jene der WSW Netz kündigen sich "in der Regel" zusätzlich an, hieß es. (geo)
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