2G Energy stellt im westmünsterländischen Heek Gas-Stromaggregate und Blockheizkraftwerke her. Nun konnten die Kraftwerksbauer aus NRW mit Rolls-Royce einen prominenten Kooperationspartner gewinnen. Der Geschäftsbereich Power Systems des Technologiekonzerns und 2G Energy werden ab sofort bei der Produktion und der Ausrüstung von Gas-Stromaggregaten zusammenarbeiten. Rolls-Royce erweitert damit sein Sortiment in den Bereich der kleineren Aggregate, 2G orientiert sich in den Markt für größere Module.
Konkret wird Rolls-Royce von 2G Energy Gas-Stromaggregate und BHKW-Module im Leistungsbereich von 250 bis 550 kW mit und ohne Wärmeauskopplung beziehen. Versehen mit der eigenen Steuerung und weiteren spezifischen Komponenten wird Rolls-Royce sie unter seiner Produktmarke MTU auf den Markt bringen. Im Gegenzug bezieht 2G für seine Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme von Rolls-Royce MTU-Gas-Stromaggregate der Baureihe 4000 im elektrischen Leistungsspektrum von 776 bis 2.535 kW.
Die jeweiligen Sektoren ergänzen sich
"Durch die strategische Kooperation mit 2G ergänzen wir unser Produktprogramm durch energieeffiziente und klimaschonende Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und vollziehen einen weiteren strategischen Schritt zum Lösungsanbieter", sagt Petar Pelemis vom Rolls-Royce-Geschäftsbereichs Power Systems. Die 2G-Produkte werden in absehbarer Zeit BHKW ersetzen, die bisher auf der bewährten MTU-Gasmotor-Baureihe 400 basieren.
"Blockheizkraftwerke von Rolls-Royce, basierend auf Gas-Stromaggregaten im Leistungsbereich von derzeit 220 bis 11.800 kW, eignen sich hervorragend als Komponenten von Microgrids, also autarken Stromnetzen, die erneuerbare Energiequellen mit Batteriespeichern und zum Beispiel gasbetriebenen Aggregaten kombinieren", sagt Andreas Görtz, Vice President für dezentrale Energieanlagen bei Rolls-Royce. "Sie setzen dank intelligenter Steuerung die im Microgrid vorhandenen Energiequellen optimal ein und vermeiden so klimaschädliches CO2."
Rückgrattechnologie für die Energiewende
Christian Grotholt, CEO der 2G Energy AG, bewertet die Zusammenarbeit als einen Erfolg der langjährigen Entwicklungsarbeit bei 2G: "Die Kombination aus klimaschonender Energieumwandlung, hoher Verfügbarkeit und geringen Servicekosten ist die Basis für eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit von BHKW-Anlagen für den Anlagenbetreiber." Diese BHKW mit Gasmotorentechnologie für Erdgas, Biogas oder auch Wasserstoff sieht er als eine Rückgrattechnologie für die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende.
Durch die Kooperation mit Rolls-Royce erwartet Grotholt eine weitere Stärkung der Marktposition von 2G im elektrischen Leistungsbereich von 50 bis 550 kW, die zu weiteren Fortschritten beim Kundennutzen führen soll: "Wir werden unsere Technologieführerschaft durch kontinuierliche Forschungs- sowie Entwicklungsarbeit über die Gasmotorentechnologie hinaus weiter konsequent ausbauen mit der Softwareentwicklung bzw. Digitalisierung von Anlagen und Prozessen." (sig)



