Biogas soll in der Versorgung von Bordelum eine zentrale Rolle spielen.

Biogas soll in der Versorgung von Bordelum eine zentrale Rolle spielen.

Bild: © Ecowert360°

Die ostfriesische Gemeinde Bordelum hat das Ziel, sich autark komplett mit Ökostrom zu versorgen. Das versucht die Gemeinde mit dem Unternehmen Ecowert 360 Grad in einem Projekt zu verwirklichen.

Die Gemeinde in Schleswig-Holstein bezieht bereits die Wärme zu 30 bis 40 Prozent aus erneuerbaren Energien und liegt somit über dem deutschen Durchschnitt. Die Kommune möchte in drei bis vier Jahren zu 100 Prozent von Ökostrom und -wärme versorgt werden. Aktuell wird Energie durch Biogas, Photovoltaik und Wind gewonnen.

Regionalisierung zählt zu den größten Herausforderungen

Die Regionalisierung der Stromversorgung im Rahmen eines geplanten Gemeindewerks und die damit verbundene Vernetzung von Verbraucher und Erzeuger zählen zu den größten Schwierigkeiten.

Die lokale Energiewende wird seit Beginn von vielen Bürgerinnen und Bürgern privat und beruflich unterstützt und hat somit eine besondere Bedeutung für die Gemeinde. Die regionale Wertschöpfung wird zudem durch die Grundsteinlegung für den Post-Erneuerbare-Gesetz-Betrieb von Wind und Solar in Power-to-X-Anlagen unterstützt.

Privatnetz gilt als Testfeld

Zu den Besonderheiten des Projekts gehört unter anderem ein kleines "Privatnetz", das als Testfeld für diverse technische, wirtschaftliche und organisatorische Belange im Hinblick auf die Einspeisung erneuerbarer Energien in regionale Netze dient.

Daraus können wichtige Erkenntnisse über die notwendigen Rahmenbedingen, infrastrukturelle Maßnahmen und mögliche Hindernisse der bevorstehenden Energiewende gewonnen werden. (bh)

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