Wer treibt den CO2-Preis in immer neue Höhen? Diese Frage könnten neuen ICE-Daten befeuern.

Wer treibt den CO2-Preis in immer neue Höhen? Diese Frage könnten neuen ICE-Daten befeuern.

Bild: © bantersnaps/Unsplash

Während die meisten für den Energiehandel relevanten Kurse in den vergangenen Tagen fielen oder seitwärts gingen, schoss ein Graph steil nach oben: der des  CO2-Preises (EUA). Wurde er am 20. Oktober noch für 67 Euro pro Tonne gehandelt (Spotmarkt, ICE Endex), stieg er am Donnerstag auf bis zu 80 Euro pro Tonne.

Am Freitag ging es weiter nach oben, wenn auch nur leicht auf 81 Euro pro Tonne. So teuer waren CO2-Zertifikate zuletzt Anfang September.

Hohe Zahl von Short-Positionen

Marktbeobachter verwiesen zum einen auf eine Meldung Anfang der Woche, wonach Deutschland seine Klimaziele insbesondere im Verkehrs- und Gebäudebereich von 2013 bis 2020 verfehlte und deshalb Emissionsrechte von Ländern kaufen muss, die ihre Ziele übererfüllt haben.

Zum anderen dürfte es eine hohe Zahl von Short-Positionen am Markt gegeben haben, die inmitten steigender Preise zum Kauf gezwungen waren, um mögliche Verluste zu begrenzen.

Strom- und Gaspreise tendieren nach oben

Gestiegene CO2-Preise wurden sodann auch als Grund angeführt, warum die Strompreise am Freitag ebenso wieder zulegten. So kostete das Standardprodukt Cal-23 für das folgende Lieferjahr am Freitag wieder mehr als 400 Euro pro MWh, genau genommen 401 Euro. Der letzte Preis am Donnerstag war noch bei 387 Euro pro MWh gelegen.

Angesichts kälterer Wetterprognosen ab Mitte November kletterte auch der Gaspreis wieder nach oben. Der Frontmonat notierte am Freitagnachmittag bei 109 Euro pro MWh – ein Plus von zwei Euro im Vergleich zum Vortag und von zehn Euro im Vergleich zum Wochenbeginn. (aba)

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