Strom- und Gaskunden müssen im kommenden Jahr mit deutlichen Kostensteigerungen rechnen.

Strom- und Gaskunden müssen im kommenden Jahr mit deutlichen Kostensteigerungen rechnen.

Bild: © dermauber/AdoeStock

Die geplante Stromtrasse Suedwestlink soll grüne Energie aus dem Norden nicht nur nach Baden-Württemberg, sondern auch direkt nach Bayern bringen. Die Bundesnetzagentur habe die Planungen zum Stromnetzausbau in Bayern fortgeschrieben und dabei diesen Teil aufgenommen, teilte das bayerische Wirtschaftsministerium am Donnerstagabend mit.

Damit könnte Strom aus dem Norden in Zukunft über drei Leitungen in den Freistaat fließen, bisher waren hierfür die zwei großen Gleichstromtrassen Suedlink und Suedostlink geplant. Eine dritte große Stromtrasse für Bayern war seit Längerem im Gespräch. 

Planungshorizont erweitert sich nun bis 2045

Energieminister Hubert Aiwanger habe die betroffenen Landräte in Unterfranken am Donnerstag über die neuen Pläne informiert. Bis dato hatte die Bundesnetzagentur einen Planungshorizont bis 2037. «Jetzt wird von der Bundesnetzagentur bis 2045 vorausgeplant, um bis dahin eine klimaneutrale Stromversorgung zu realisieren», sagte der Freie-Wähler-Chef. «Dadurch ändern sich die Planungen für den Stromnetzausbau in Unterfranken.»

Die Leitung, die ursprünglich durch Unterfranken hindurch nach Baden-Württemberg weitergeführt werden sollte, werde nach dem neuen Plan eine Abzweigung nach Bayern erhalten und sei damit auch für die bayerische Stromversorgung nutzbar.

So komme eine zusätzliche Übertragungsleistung von zwei Gigawatt nach Bayern. Das entspreche etwa der Leistung von zwei Atomkraftwerken. Eine Inbetriebnahme könne wahrscheinlich im Laufe der 2030er Jahre erfolgen. (sg)

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