Um bei einer raschen Reduzierung der Kohleverstromung auch künftig die Versorgungssischerheit in Deutschland gewährleisten zu können, fordert der BDEW eine Verlängerung des KWK-Gesetzes. Das Bild zeigt eine KWK-Anlage der Stadtwerke Flensburg.

Um bei einer raschen Reduzierung der Kohleverstromung auch künftig die Versorgungssischerheit in Deutschland gewährleisten zu können, fordert der BDEW eine Verlängerung des KWK-Gesetzes. Das Bild zeigt eine KWK-Anlage der Stadtwerke Flensburg.

Bild: © Stadtwerke Flensburg

Das Flensburger Stromnetz ist eng mit den dänischen Leitungen vermascht. Dieser Umstand wurde 62.000 Haushalten am frühen Mittwochmorgen zum Verhängnis. Nachdem eine 150.000-V-Leitung in das Nachbarland ausgefallen war, gingen auch in Flensburg, Glücksburg und Harrislee die Lichter aus. 

Als Folge der Leitungsstörung wurde bei den örtlichen Stadtwerken die dafür vorgesehene Schutzeinrichtung ausgelöst und legte eine Stromerzeugungsanlage im Flensburger Kraftwerk lahm. Gleichzeitig trennten die Stadtwerke ihr Stromnetz vom dänischen und wechselten in den Inselbetrieb.

Manuelle Frequenzanpassung notwendig

Allerdings reichte der verbleibende Kraftwerkskessel nicht aus, um das gesamte Versorgungsgebiet in der Stadt mit Strom zu bedienen. Um die Netzfrequenz trotzdem stabil zu halten, versuchten die Stadtwerke Strom aus Dänemark über eine 60.000-V-Leitung zu transportieren. Ohne Erfolg, denn die Frequenzunterschiede beider Länder waren zunächst zu hoch.

Erst als die Flensburger ihr Netz manuell an die dänische Frequenz angepasst hatten, floss der Strom wieder. Kurz vor neun Uhr konnte der Versorger sein Netz wieder hochfahren. Nicht einmal eine halbe Stunde später wurde es wieder Licht in der Stadt. (ls)

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