Im Jahr 2018 wurden fast 3 GW an Photovoltaikanlagen neu installiert.

Im Jahr 2018 wurden fast 3 GW an Photovoltaikanlagen neu installiert.

Bild: © OFC Pictures/AdobeStock

Die Rentabilität einer Photovoltaik-Anlage zu erhöhen – das verspricht das Bewertungstool "ARON" (Automated Renewable Homepower Network). Forschende des Hydrogen Lab Görlitz (HLG) des Fraunhofer-Instiuts IWU haben das digitale Werkzeug entwickelt. Demnach bezieht es Faktoren wie Standort, Dachneigung, Stromverbrauchsprofile oder technische Daten der vorgesehenen Module in die Berechnung ein.

Zudem berücksichtigt ARON auf Wunsch auch den Energiebedarf von Wärmepumpen und empfiehlt eine passende Dimensionierung von Akkuspeichern, wie das Fraunhofer-IWU mitteilt. Für Privathaushalte sei das Tool kostenlos nutzbar.

Wärmebedarf errechnen

Unter anderem simuliert das Tool demnach den erwartbaren örtlichen Energieertrag der Photovoltaik-Anlage und gleicht diesen mit der erforderlichen Investition ab. Vergütungen für eventuell ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunden und mögliche jährliche inflationsbedingte Steigerungen dieser Vergütung soll ARON ebenfalls berücksichtigen.

Wichtige Faktoren auf der Verbrauchsseite sind insbesondere Warmwasser und der Jahreswärmebedarf, der sich aus dem Heizungskonzept des Gebäudes und seinem Sanierungsstand ergibt, heißt es. Basis der Berechnungen sind dabei laut Fraunhofer IWU die von der Europäischen Union bereitgestellten Werte eines "typischen meteorologischen Jahres".

Rolle von Wasserstoff

Mit der Auslegungssoftware haben die Forschenden des HLG sogleich für den TÜV SÜD ein Konzept zur künftig CO2-neutralen Energieversorgung des Standorts Leipzig-Stahmeln entwickelt. Dazu ermittelten die Forschenden zunächst den Strom- und Wärmebedarf und berechneten optimale Auslegungen von Photovoltaikanlagen, einer Kleinwindkraftanlage, der Wärmepumpe und eines optionalen Batteriespeichers.

Auch hier stand die optimale Balance aus CO2-Neutralität und Wirtschaftlichkeit im Fokus, heißt es weiter. Künftig sollen in solchen Konzepten zudem auch Wasserstoffspeichertechnologien, an denen das Hydrogen Lab Görlitz (HLG) intensiv forscht, eine wichtige Rolle spielen. (jk)

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