Anfang April fand die dritte Innovationsausschreibung statt, erstmals konnten auch Gebote für Anlagenkombinationen mit Agri-, Floating- oder Parkplatz-PV abgegeben werden. Diese Chance wurde genutzt, sodass letztlich 13 Gebote im Umfang von 22 MW eingereicht wurden. Alle konnten bezuschlagt werden und auch sonst war die Nachfrage in dieser Runde groß.
Zwölf der 13 Gebote mit besonderen Solaranlagen entfielen auf landwirtschaftlich genutzte Flächen, ein Zuschlag mit einem MW ging an eine Parkplatz-PV. Insgesamt war die Innovationausschreibung mit 45 eingereichten Geboten und 435 MW leicht überzeichnet. Ausgeschrieben waren 397 MW.
Höhere Zuschlagswerte
Teilnehmen konnten Anlagenkombinationen, die aus mehreren Erneuerbaren-Anlagen bestehen, wieder einmal gingen ausschließlich Solar-Speicher-Kombinationen ein. Lediglich einmal in der noch jungen Geschichte der Innovationsausschreibungen wurde ein Wind-Speicher-System eingereicht und bezuschlagt. In dieser Runde gingen 43 Gebote mit 403 MW erfolgreich aus der Auktion.
Die Zuschlagswerte reichen von 3,95 bis 7,43 Cent pro kWh. Der mengengewichtete Durchschnittswert beträgt 5,42 Cent pro kWh und ist damit deutlich höher als in der Vorrunde (4,55 ct/kWh). Anders als bei den technologiespezifischen Ausschreibungen wird die Förderung bei der Innovationsausschreibung als fixer Betrag auf die Markterlöse aufgeschlagen, so dass die Werte nicht vergleichbar sind.
Unterzeichnung bei Gebäude-PV
Parallel zur Innovationsausschreibung fand die Auktion für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden statt. Diese war allerdings mit 171 Geboten und 212 MW Leistung deutlich unterzeichnet, was an dem massiv gesteigerten Ausschreibungsvolumen von 767 MW im Vergleich zur Vorrunde im Dezember 2021 (150 MW) lag.
163 Gebote mit einem Volumen von 204 MW konnten bezuschlagt werden. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen sieben Cent pro kWh und 8,91 Cent pro kWh. Der mengengewichtete Durchschnittswert liegt bei 8,53 Cent pro kWh und ist damit deutlich gegenüber der Vorrunde (7,43 Cent pro kWh) gestiegen. (lm)



