Die Steag betreibt in Bergkamen gemeinsam mit RWE Power ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 780 MW.

Die Steag betreibt in Bergkamen gemeinsam mit RWE Power ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 780 MW.

Bild: © Steag

Allein 2018 gehen insgesamt 1,4 GW installierte Leistung von Steinkohlekraftwerken vom Netz. Sieben Blöcke werden im laufenden Jahr stillgelegt. Im Vorjahr haben sie noch rund eine Million Haushalte mit Strom versorgt. Grund für das Aus der Steinkohle ist die fehlende Wirtschaftlichkeit der Förderung und Verstromung.

Das Ergebnis des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) steht auch in der jüngst aktualisierten Kraftwerksliste der Bundenetzagentur. Dort wird angegeben, dass bis 2021 rund 760 MW Leistung aus Steinkohlekraftwerken aus der Versorgung fallen. Die sieben Blöcke haben gut drei Mio. Tonnen CO2 im Jahr 2017 ausgestoßen.

21.836 MW aus Steinkohle-Kraftwerken am Netz

Aus Steinkohle-Kraftwerken sind demnach noch 21.836 MW an Leistung in Betrieb; bei Braunkohle sind es 18.940 MW, bei Erdgas 24.370 MW, bei Kernenergie 9.516 MW und beim Abfall 1.740 MW. Zum Vergleich die Eckdaten der Erneuerbaren: 50.291 MW bei der Windenergie an Land, 5.427 MW bei Wind-Offshore, 42.339 MW bei der Photovoltaik und 7.681 MW bei der Biomasse.   

Insgesamt die Hälfte der 215 GW installierter Netto-Nennleistung an Kraftwerken stammen von regenerativen Energiequelle (112,5 GW). Mehr oder weniger konstant blieb der Anteil des Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Stroms an der Gesamterzeugung 2017. Insgesamt 116 Mrd. kWh stammen aus den Kombianlagen. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 117 Mrd. kWh. Würde die KWK-Stromerzeugung bis 2030 auf 150 Mrd. kWh ansteigen und Kohle durch Gas ersetzt werden, ließen sich insgesamt 86 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Aktuell sind es 58 Mio. Tonnen. (ls)

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