Die Landstromanlage im Hamburger Hafen kostete rund 10 Mio. Euro. 7,2 Mio. Euro steuerte der Bund zu dem Projekt zu.

Die Landstromanlage im Hamburger Hafen kostete rund 10 Mio. Euro. 7,2 Mio. Euro steuerte der Bund zu dem Projekt zu.

Bild: © Christian Charisius/dpa

Um die Luftbelastung an deutschen Seehäfen zu senken, soll zukünftig sauberer Landstrom genutzt werden, um Schiffe während ihrer Liegezeiten zu versorgen. Bislang war auch aufgrund der EEG-Umlage die Nutzung von Landstrom unwirtschaftlich.

Nach langen Verhandlungen habe sich die Bundesregierung nun dazu bereit erklärt, die sogenannte EEG-Umlage für Landstrom auf 20 Prozent zu reduzieren, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). In Norddeutschland gab es bisher nur in Hamburg eine Landstrom-Anlage für Kreuzfahrtschiffe, die aber selten genutzt wurde. Letzte Woche wurde eine Anlage für Fähren in Kiel eingeweiht. Auch in Rostock sollen ab kommendem Jahr Schiffe mit Landstrom versorgt werden.

Altmeier hatte Reduzierung bislang abgelehnt

Hamburg hatte sich schon lange für eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stark gemacht, um einen wirtschaftlichen Betrieb von Landstrom-Anlagen zu ermöglichen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte eine Reduzierung der EEG-Umlage für Landstrom aber bislang abgelehnt.

Zuletzt hatte die Ministerpräsidentenkonferenz – deren Vorsitzender Tschentscher derzeit ist – auf Hamburger Initiative zusammen mit der Bundesregierung eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet, um konkrete Schritte zu erarbeiten. Auch ein Investitionsförderprogramm des Bundes zur Mitfinanzierung von Landstromanlagen und eine Initiative für eine EU-weite Einführung einer Landstrompflicht sind geplant.

Hamburg als Vorbild für umweltverträgliche Hafenwirtschaft

"Wir werden mit den Fördermitteln des Bundes mehr Landstromanlagen errichten können", sagte Tschentscher. Neben dem Bau einer weiteren Landstrom-Anlage für Kreuzfahrtschiffe in der Hafencity will Hamburg auch eine umfangreiche Landstromversorgung für Containerschiffe etablieren und damit seine Stellung als EU-weites Vorbild für eine umweltverträgliche Hafenwirtschaft halten. (dpa/pm)

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