Der Wegfall des 52 GW-Deckels soll auch Mieterstromprojekten (im Bild mehrere Dachanlagen der Mainova) Auftrieb geben.

Der Wegfall des 52 GW-Deckels soll auch Mieterstromprojekten (im Bild mehrere Dachanlagen der Mainova) Auftrieb geben.

Bild: © Mainova

Die Popularität von Mieterstromprojekten in der Energiewirtschaft wächst weiter. Die Marktdurchdringung lässt indes noch zu wünschen übrig. Das Ergebnis einer Studie von der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) zeigt: Vor allem die Unbekanntheit in der Bevölkerung bremst den Ausbau.

Sogar in Wohnhäusern, in denen bereits Mieterstrommodelle umgesetzt wurden, wissen die dort wohnenden Mieter oft nichts darüber. Das liegt vor allem an "mangelnden Informationskampagnen seitens der etablierten Energieversorger" und dem "geringen Interesse am Thema Energieversorgung", sagt der Autor der Studie, Markus Schäfer.

Wirtschaftlichkeit stellt weitere Hürde

Neben dem Informationsdefizit wird die wirtschaftliche Umsetzbarkeit häufig zum Problem bei Mieterstromprojekten. Die sinkende Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) führe dazu, dass Strom nicht gewinnbringend eingespeist werden kann. Auch die niedrigen Beteiligungsquoten senken die Wirtschaftlichkeit des Versorgungsmodells weiter.

Die Studie zeigt: Die persönliche Ausrichtung der Endkunden ist von größter Bedeutung für den Erfolg von Mieterstrom. "Legen die Endkunden Wert auf erneuerbare Energien, lokale Erzeugung und einen nachhaltig operierenden Anbieter, können Beteiligungen von bis zu 100 Prozent erzielt werden." Ist nur der Preis entscheidend, ist die Beteiligung deutlich geringer. (pm)

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