Trotz der zunehmenden Einspeisung von Erneuerbaren-Anlagen macht sich der intensive Netzausbau von Mitnetz Strom bemerkbar.

Trotz der zunehmenden Einspeisung von Erneuerbaren-Anlagen macht sich der intensive Netzausbau von Mitnetz Strom bemerkbar.

Bild: © your123/AdobeStock

"Besonders angespannt war die Netzsituation im Monat Oktober 2018. Hier mussten Anlagen länger als 24 Stunden heruntergefahren werden. Grund war vor allem der starke Wind in Sachsen-Anhalt. In Summe wurden über 1000 Megawatt zeitgleich zurückgehalten, damit das Stromnetz stabil bleibt", erklärt Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom. Der intensive Netzausbau auf Grund der zunehmenden Einspeisung erneuerbarer Energien zeigt ihm zufolge trotzdem Wirkung. Um Netzüberlastungen zu vermeiden, musste der Netzbetreiber Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien solange wie noch nie abschalten. Im Durchschnitt belief sich die Dauer der Abschaltungen auf knapp fünf Stunden.

Insgesamt verzeichnete der Envia-M-Netzbetreiber vergangenes Jahr allerdings einen leichten Rückgang der Eingriffe in das Stromnetz. Das Unternehmen reduzierte die Stromerzeugung der Einspeiser 232 Mal (ein Jahr zuvor war dies 261 Mal der Fall gewesen). Am häufigsten waren die Netzregionen Sachsen-Anhalt mit 121 Eingriffen und Brandenburg mit 102 Eingriffen betroffen. 31 Prozent der Netzeingriffe gingen dabei auf die Anforderungen des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz zurück.

Trotz des Rückgangs ist der weitere Netzausbau notwendig, um Netzengpässe zu beheben und Netzeingriffe zu reduzieren, unterstreicht Mitnetz Strom. So arbeitet der Netzbetreiber unter anderem an weiteren Verknüpfungspunkten zum Höchstspannungsnetz bei Großräschen in Brandenburg und Querfurt im südlichen Sachsen-Anhalt, um das Stromnetz in der Region zu entlasten.

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