Im Rahmen des Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) muss künftig auf sämtliche Anlagen zur Erzeugung oder Speicherung von elektrischer Energie mit einer Nennleistung ab 100 kW zurückgegriffen werden können. Damit sollen absehbare Engpässe im Stromnetz vermieden werden. Bisher reagierten die Netzbetreiber auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erst auf akut vorliegende Netzengpässe.
Um den Anforderungen des NABEG gerecht zu werden, haben die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) und 16 Verteilnetzbetreiber, darunter Bayernwerk Netz, Westnetz und Stromnetz Berlin, das Projekt "Connect+" gestartet. Darin wollen die Netzbetreiber gemeinsam einheitliche Lösungen zur Datenverteilung entwickeln, um den Austausch zwischen Marktteilnehmern und Netzbetreibern beim Engpassmanagement koordinieren zu können.
Politik und Verbände beteiligt
Neben den Netzbetreibern und Marktteilnehmern soll auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) beteiligt werden. Die veränderten Rahmenbedingungen für den Redispatch gelten ab dem 1. Oktober 2021. Bis dahin müssen die Prozesse für das Redispatch-Management neu entwickelt und umgesetzt werden. Zusätzlich müssten die Rahmenbedingungen für die Kostentragung regulatorisch geklärt werden, fordern die ÜNB. (pm)



