Die Netzentgelte von Industrieunternehmen ziehen in diesem Jahr wieder an. Vorbei sind die Zeiten der Entlastung.

Die Netzentgelte von Industrieunternehmen ziehen in diesem Jahr wieder an. Vorbei sind die Zeiten der Entlastung.

Bild: © Alexander Limbach/Adobe Stock

Nachdem die Netzentgelte im Mittel- und Niedrigspannungsnetz vergangenes Jahr zum ersten Mal seit neun Jahren gesunken sind, ist 2019 schon wieder Schluss mit Entlastung. Wie aus dem aktuellen Preisvergleich des Bundesverbandes der Enerige-Abnehmer (VEA) hervorgeht, sind die Preise dieses Jahr um über neun Prozent gestiegen.

Während in der Mittelspannung 0,36 Cent pro kWh und damit 9,2 Prozent mehr als noch im Vorjahr fällig werden, sind es in der Niedrigspannung sogar 0,64 Cent pro kWh. Das entspricht einem Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

14 Cent ist Höchstsatz

Werden alle 813 Netzbetreiber einzeln miteinander verglichen, ergeben sich zum Teil Kostenunterschiede von bis zu 400 Prozent. Bei den zehn teuersten Netzbetreibern zahlen Kunden durchschnittlich 7,20 Cent pro kWh für die mittlere Spannungsebene und für das Niederspannungsnetz sogar knapp 14 Cent pro kWh.

Bei den günstigen Netzbetreiber zahlen Mittelständler hingegen nur 2,30 Cent pro kWh beziehungsweise 4,17 Cent pro kWh. Auffällig hierbei sind insbesondere die regionalen Unterschiede. Insgesamt liege das Preisniveau im Westen beziehungsweise Südwesten Deutschlands deutlich günstiger, als in den neuen Bundesländern, so der VEA.

Landsberg, Hilden und Schwarzenbach am günstigsten

Zu den günstigsten Netzbetreibern im Mittelspannungsbereich zählen laut VEA die Stadtwerke Schwarzenbach an der Saale, die Stadtwerke Landsberg sowie Hilden. Die Liste der teuersten Betreiber führen das Elektrizitätswerk Hindelang, Das Gemeindewerk Lichtenau und das Elektrounternehmen Bauer in Buchbach an.

Insgesamt hat der VEA 813 Netzbetreiber miteinander verglichen. Gegenstand der Analyse waren ausschließlich Sonderverträge mit einer kontinuierlichen Leistungsmessung. (ls)

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