25 Partner, darunter Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Übertragungsnetzbetreiber, arbeiteten die vergangenen vier Jahre europaweit an Lösungen für mehr Erneuerbare bei gleichzeitiger Stabilität im Stromnetz. Nun ist „MIGRATE“ – so das Kürzel des Forschungsprojektes, das von der EU mit 17 Mio. Euro gefördert wurde - erfolgreich zu Ende gegangen.
Mit den Erneuerbaren ändert sich nicht nur die Art des Energieträgers, sondern auch die Art der Einspeisung, was neue Regelungsstrategien erforderlich macht. Während Großkraftwerke mit ihren rotierenden Massen noch für die nötige Trägheit bei Spannungsschwankungen im Netz sorgen, können leistungselektronische Erzeugungs-Anlagen das nicht leisten.
Netz- statt Anlagendaten
Durch die Anpassung der Regelungsstrategien kann zwar ein sicherer Betrieb des Netzes mit bis zu 65 Prozent an Leistungselektronik ermöglicht werden, für 100 Prozent Wind und Sonne braucht es darüber hinaus allerdings Verfahren, die es dem Betriebsführungspersonal ermöglichen verlässlicher und schneller als bisher zu erkennen, ob und wann die Netzstabilität gefährdet ist.
„MIGRATE“ setzt hierfür auf Auswertung von Messwerten des Netzes selbst, die Daten der angeschlossenen Erzeugungsanlagen selbst bleiben außen vor. Auch dem Thema „Oberschwingung“ hat sich das Konsortium gewidmet und Methoden zur Bewertung und Verminderung dieses Phänomens entwickelt. (ls)