Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin trifft in ihrer diesjährigen Stromspeicher-Inspektion ein positives Urteil. Die Mehrzahl der 16 getesteten Batteriesysteme konnten mit einer sehr guten Effizienz überzeugen.
Dabei zeigte sich, dass ein hoher Batteriewirkungsgrad kein Garant für eine hohe Systemeffizienz ist. Entscheidend seien vielmehr geringe Umwandlungs- und Standby-Verluste des gesamten Speichersystems. Die Forscher empfehlen daher: "Wichtig ist ein mittlerer Wirkungsgrad über 95 Prozent – sowohl beim Laden als auch beim Entladen der Batteriespeicher", erklärt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW.
Standby-Verbrauch vergleichen
Gleichermaßen wichtig für ein effizientes Batteriesystem sei der Standby-Verbrauch. Da Batteriespeicher in Wohngebäuden üblicherweise 2000 bis 4000 Stunden pro Jahr im entladenen Zustand verweilen, sollte die Leistungsaufnahme im Standby-Modus unter fünf Watt liegen.
In der Untersuchung schnitten aber fast alle getesteten Systeme mit einem System Performance Index (SPI) von über 88 Prozent sehr gut ab. Drei Geräte von BYD, Kostal und RCT Power konnten sich mit einem SPI zwischen 90,3 und 91,4 an die Spitze setzen.
Unterschiedliche CO2-Emissionreduktionswerte
Gleichzeitig untersuchten die Forscher auch die Frage, ob der Betrieb von Speichersystemen in Wohngebäuden mit PV-Anlagen zu einer CO2-Reduktion führt. Dazu analysierten sie die CO2-Bilanz der Stromversorgung von Wohngebäuden mit sehr und weniger effizienten PV-Speichersystemen. Das Ergebnis zeigt: Entscheidend sind die Systemverluste. "Wer beim Speicherkauf auf eine hohe Effizienz achtet, spart später nicht nur bares Geld, sondern tut auch dem Klima etwas Gutes", sagt Quaschning. (pm)



