In der baden-württembergischen Gemeinde Tengen (Landkreis Konstanz) votierte ein Bürgerentscheid für einen weiteren Windpark.

In der baden-württembergischen Gemeinde Tengen (Landkreis Konstanz) votierte ein Bürgerentscheid für einen weiteren Windpark.

Bild: © Rolf Handke/Pixelio

Erst Ende 2018 wurde Re-Wind gegründet, wenige Monate später hat der Newcomer schon 29 Altanlagen aus den Baujahren zwischen 2000 und 2005 in Deutschland aufgekauft. Die Windturbinen sollen nach und nach durch leistungsstärkere Modelle einer jüngeren Generation ersetzt werden. Damit will das Investmentunternehmen, das Teil der Q-Energy-Gruppe ist, den Weiterbetrieb von Windparks nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung garantieren.

"Vielen Windparks droht die Schließung", verdeutlicht Ewald Woste, Vorsitzender des Management Boards von Re-Wind das drohende Problem von Altanalgen und ergänzt: "Wenn wir uns den alten Windkrafträdern nicht annehmen, droht die Energiewende zu scheitern." Woste kennt sich in der Branche aus, immerhin war er bis 2014 Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und sitzt in diversen Aufsichtsräten (Eon, dena, Gasag). Auch in der Kommunalwirtschaft hat er als ehemaliger Chef der Thüga Erfahrungen.

50 MW sind erst der Anfang

Zunächst ging Re-Wind in Brandneburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhrein-Westfalen auf Einkaufstour. Die akquirierten Anlagen verfügen über eine Nennleistung von jeweils 1,5 bis zwei MW. In den kommenden Jahren sollen sie durch vier bis fünf MW-starke Turbinen ersetzt werden. Insgesamt hat Re-Wind bislang 50 MW im Portfolio. Das Unternehmen aus der Hauptstadt ist allerdings bereits mit weiteren Eigentümern in Gesprächen. (ls)

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