Der 94 Tonnen schwere Trafo bringt eine Leistung von 80 MVA und ist damit doppelt so leistungsfähig wie ein Standardtrafo im Thüringer Hochspannungsnetz.

Der 94 Tonnen schwere Trafo bringt eine Leistung von 80 MVA und ist damit doppelt so leistungsfähig wie ein Standardtrafo im Thüringer Hochspannungsnetz.

Bild: © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Ein 37 Meter langer und 120 Tonnen schwerer Schwertransport ist am frühen Dienstagmorgen in Jena angekommen. Geladen hatte der aus Dresden kommende Speziallastwagen einen 94 Tonnen schweren und besonders leistungsstarken Großtransformator.

Der Zielort war eine Baustelle für ein Umspannwerk in Jena. Am Donnerstag soll ein zweiter Trafo geliefert werden, der baugleich ist, wie die Thüringer Energie AG (TEAG) mitteilte.

Sonderanfertigungen

Die beiden 7,50 Meter langen und 3,50 Meter hohen Transformatoren sind Sonderanfertigungen von Siemens Energy in Dresden. "Trafos in dieser großen Leistungsklasse gibt es nicht von der Stange", sagte ein Sprecher des Energieversorgers.

Denn mit einer Leistung von je 80 Megavoltampere seien sie doppelt so leistungsstark wie herkömmliche Trafos im Thüringer Stromnetz und aktuell mit die größten Trafos, die in Thüringen stehen.

30 Megavoltampere

Das Umspannwerk mit den beiden Trafos soll künftig den Westen Jenas mit Strom versorgen. Dort sitzen besonders viele Industriebetriebe und Hochschulen.

Der Strombedarf sei so hoch, dass das derzeitige Umspannwerk in direkter Nachbarschaft an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen sei, sagte der Sprecher. Dort seien aktuell zwei Trafos mit je 30 Megavoltampere verbaut.

13,5 Mio. Euro

Das neue Umspannwerk soll im Stadtgebiet entstehen und daher in einem Gebäude untergebracht sein. Das sei anders als bei Werken auf freien Flächen, die nur mit einem Zaun abgesichert seien.

Die Kosten für den Bau seien deswegen auch etwas höher und liegen demnach bei 13,5 Mio. Euro. Die Stadtwerke Jena und die Thüringer Energienetze teilen sich die Kosten.

Inbetriebnahme

Zum Jahresende soll das neue Umspannwerk fertig sein und in Betrieb gehen. Neue Großtrafos braucht es dann nach Angaben des Sprechers von Thüringer Energie erst einmal nicht: "Die beiden Transformatoren sollten jetzt erst mal ein paar Jahrzehnte halten." (dpa/jk)

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