Im AKW Philippsburg hat man dank der Kühltürme kein Problem mit niedrigen Wasserständen.

Im AKW Philippsburg hat man dank der Kühltürme kein Problem mit niedrigen Wasserständen.

Bild: © Daniel Meier-Gerber/EnBW

Die niedrigen Wasserstände nach der langen Trockenheit haben bislang keine Auswirkungen auf den Betrieb der Kraftwerke im Südwesten. Trotz eingeschränkter Schifffahrt am Rhein können die EnBW-Kraftwerks-Standorte an Rhein und Neckar sowohl per Schiff als auch per Bahn mit Kohle beliefert werden, sagte eine Sprecherin. Zudem seien die Kohlelager derzeit ausreichend befüllt. "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es bedingt durch die Wasserstände noch keine Auswirkungen auf den operativen Betrieb unserer Steinkohlekraftwerke."

Beim Grosskraftwerk Mannheim hieß es: "Unsere Kohlehalden sind so dimensioniert, dass temporäre Engpässe bei der Kohleanlieferung für einen gewissen Zeitraum überbrückt werden können." Angesichts der Wetterprognosen schließt man hier für die nächsten Wochen aber Produktionseinschränkungen nicht aus.

Kernkraftwerk unabhägig durch Kühltürme

Keine Einschränkungen gibt es laut EnBW beim derzeit einzig laufenden Kernkraftwerk in Philippsburg. Wärme aus dem Kreislaufbetrieb werde über den Kühlturm abgegeben. Nur eine minimale Wassermenge werde aus dem Rhein genommen. "Bei dieser Betriebsweise des Kühlwasserkreislaufs kann es in Abhängigkeit von der Lufttemperatur lediglich zu geringfügigen Einschränkungen bei der Anlagenleistung kommen."

Der Meiler in Neckarwestheim ist gerade für die jährliche Revision abgeschaltet. Doch wegen des Kühlturms im Kreislaufbetrieb hätte der derzeitige Pegelstand des Neckars ohnehin keine Auswirkungen auf den Betrieb, so die EnBW. (ls/dpa)

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