Park Arkona: 44 von 60 Tubinen vor der Küste Rügens sind bereits fertiggestellt, eine davon liefert sogar schon den ersten Grünstrom.

Park Arkona: 44 von 60 Tubinen vor der Küste Rügens sind bereits fertiggestellt, eine davon liefert sogar schon den ersten Grünstrom.

© Stefan Sauer/dpa

Vom ersten Rammschlag bis zum ersten Grünstrom, der durch das Netz fließt, verging ziemlich genau ein Jahr. Rekordzeit für den Bau eines Windparks in der Größenordnung von Arkona. Vor der Küste Rügens errichten Eon und das norwegische Energieunternehmen Equinor (ehemals Statoil) 60 Windturbinen. Schon jetzt ging eine dieser Anlagen ans Netz. Die Zusammenarbeit mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz ermöglicht eine Teileinspeisung, noch bevor die Anbindung aller Windräder fertiggestellt ist.

Insgesamt soll der Windpark über eine Leistung von 385 MW verfügen und damit rund 400 000 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Im Vergleich zu konventionellen Energieträgern spart Arkona damit jährlich bis zu 1,2 Mio. Tonnen CO2. Auf sogenannten Monopfahl-Fundamenten werden die 60 Turbinen à sechs MW (Siemens-Gamesa SWT-6.0-154) in Wassertiefen von 23 bis 37 Metern versenkt. Aktuell sind 44 Windanlagen fertiggestellt, die restlichen 16 sollen bis Jahresende installiert werden.

Kostenpunkt: 1,2 Mrd. Euro

Gleichzeitig mit der ersten Stromeinspeisung wurde auch das Offshore-Umspannwerk in Betrieb genommen. Eon, Equinor und 50 Hertz nutzen die Plattform gemeinsam. Durch die Abstimmung der Unternehmen können Netzanschlusskosten auf See gespart werden. Gesteuert wird Arkona übrigens vom Servicegebäude im Hafen Mukran auf Rügen. Das Vorzeigeprojekt lassen sich Eon und Equinor rund 1,2 Mrd. Euro kosten. (ls)

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